Gemeinde und Vereine wollen Sporthalle bauen

Neubau wird zwei bis drei Millionen Euro kosten. Die Sportvereine beteiligen sich

Ellerau. Die Sportstätten in Ellerau sollen erneuert und ausgebaut werden. Das hat sich die örtliche SPD als eine wichtige Aufgabe für dieses Jahr ins Programm geschrieben. Ein Thema für den Kommunalwahlkampf ist das allerdings nicht, denn auch die anderen Parteien unterstützen den Plan, den Sportlern in der Gemeinde bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen zu schaffen.

Die Laufbahn muss erneuert werden, allein dafür kalkuliert SPD-Chef und Bürgermeister Eckart Urban schon 250.000 Euro. Nochmals rund 30.000 Euro dürfte es kosten, die Kugelstoß- und Weitsprunganlage auf den aktuellen Stand zu bringen. Auch die drei Sporthallen müssen saniert werden, wofür laut Bürgermeister weitere 100.000 Euro anfallen werden - Geld, das die Gemeinde nicht auf einen Schlag ausgeben könne.

Größtes Projekt ist allerdings eine neue Sporthalle. Die wird nötig, weil durch die Ganztagsbetreuung an der Grundschule und durch die VHS-Bewegungskurse Übungszeiten für die Vereine wegfallen. Die aber sind dringend nötig, denn in der Gemeinde treiben überdurchschnittlich viele Menschen Sport. Der SC Ellerau, Eintracht Ellerau, der Ellerauer Tennis-Club und der TSV Ellerau verzeichnen zusammen rund 1600 Mitglieder.

Um die Investitionen von zwei bis drei Millionen Euro aufzubringen, haben sich die Ellerauer Sportvereine zusammengeschlossen. Sie wollen den Neubau gemeinsam mit der Gemeinde bewältigen und selbst rund 20 Prozent der Investitionssumme beisteuern, Spenden sammeln und Sponsoren ansprechen. "Um die neue Halle zu bauen, brauchen wir genügend Vorlauf. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt", sagt Urban.

Der Standort stehe noch nicht fest. Denkbar sei, die Halle an der Grundschule zu bauen und damit die dort schon bestehenden Sportstätten zu ergänzen. Es komme aber auch eine andere Fläche an der Dorfstraße in Frage, wobei die Gemeinde dann mit den Eigentümern verhandeln müsse.