Boostedter Soldaten auf dem Weg nach Mazar-i-Sharif

Feierlicher Appell zum Abschied in der Rantzau-Kaserne

Boostedt. "Bringen Sie alle Kameraden wieder heil mit nach Hause!" Mit diesem Appell an den Kompaniechef hat der Kommandeur des Instandsetzungsbataillons 166, Jörg Mielich, 102 Soldaten verabschiedet, die in den kommenden Wochen nach Afghanistan fliegen werden.

Die Männer und Frauen aus der Rantzau-Kaserne in Boostedt werden vier Monate im Stützpunkt in Mazar-i-Sharif Dienst tun. Die Instandsetzer reparieren Lastwagen und Panzer, Funkgeräte und Waffen. Sie werden in Mazar-i-Sharif in Werkstätten arbeiten. In der Truppe heißen diese Spezialisten "Schrauber", die sicherstellen, dass sich die Soldaten außerhalb des Camps auf ihre Ausrüstung verlassen können. Kommandeur Mielich mahnte die Soldaten, stets wachsam zu sein. Zwar sei im vergangenen Jahr kein deutscher Soldat in Afghanistan ums Leben gekommen. Dennoch bestehe für die Kameraden weiterhin die Gefahr von Sprengstoffanschlägen und anderen Angriffen.

"Wir stehen an Ihrer Seite", sagte beim Verabschiedungsappell Friedrich-Wilhelm Strohdiek, Stadtpräsident von Neumünster. Die Stadt hat eine Patenschaft für das Bataillon übernommen und stellt für die Soldaten im Auslandseinsatz traditionell ein Ortsschild zur Verfügung, das im Camp aufgestellt wird. "Sie nehmen ein Stück Heimat mit", sagte Strohdiek.

Für das Bataillon ist dieser Einsatz der letzte in Afghanistan vor seiner Auflösung im Jahr 2015.