Norderstedt

Radfahrer haben wieder freie Fahrt

Foto: Hans Eckart Jaeger

Weil sich immer wieder Ausflügler über den schlechten Zustand beschwerten, wurde der Korl-Barmstedt-Weg zum zweiten Mal saniert

Wakendorf II. Bürgermeister Hans-Hermann Schütt war zufrieden. "Die Jungs haben gute Arbeit geleistet, jetzt kann ich den Radwanderweg freigeben", sagte der 60-jährige Verwaltungschef der Gemeinde Wakendorf II jetzt nach einer Ortsbesichtigung.

Am Montag hatten Landschaftsbauer Kristian Draeger aus Kükels und sein Mitarbeiter Manfred Genelke den zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen grundsanierten Korl-Barmstedt-Weg auf einer Strecke von zwei Kilometern noch einmal abgewalzt. "Das war der letzte Schliff", meinte der Firmenchef. "Er war wegen des Regens in den vergangenen Tagen notwendig."

Bürgermeister Schütt hatte sich vor zwei Wochen mit der Firma F. + H. Tiefbau aus Fleckeby über einen Auflösungsvertrag geeinigt. Für die erforderlichen Nacharbeiten (beim ersten Versuch war Schütt nicht zufrieden gewesen) konnte sie erst einen späteren Termin anbieten.

Schütt war jedoch die ständigen Beschwerden der Ausflügler leid (die Norderstedter Zeitung berichtete) und deshalb bereit, tiefer in den Gemeindesäckel als geplant zu greifen. Statt 10 000 Euro, wie ursprünglich kalkuliert, kostet die neuerliche Sanierung nun rund 18 000 Euro.

Der Grund für die Teuerung ist die Verwendung eines rötlichen Natursteins, dem wahre Wunderdinge nachgesagt werden. Der Granitsplitt heißt Glensanda und kommt aus Europas größtem Steinbruch in Schottland. 320 Tonnen des besonders standfesten und bindefähigen Materials wurden mit einem Frachtschiff im Hamburger Hafen angeliefert und nach Wakendorf transportiert.

"Ich kann garantieren, dass der Radwanderweg für die nächsten zehn Jahre in einem hervorragenden Zustand bleibt", sagt Kristian Draeger.

Davon ist auch der Bürgermeister überzeugt: "Ich bin sicher, jetzt gibt keine Beschwerden mehr", sagt Schütt. Er kündigte an: "Wenn wieder Geld in der Gemeindekasse ist, werden auch die restlichen eineinhalb Kilometer auf unserem Gemeindegebiet mit Glensanda saniert."