Norderstedt
Bühne

Gelungenes Konzert für Ohren, Gaumen und Herz

Gesangs-Kabarett bot das elfte "CulinAria" in der Vicelin-Schalom-Kirche am Immenhorst. Die junge Sängerriege um Organisatoren-Duo Tereza Fárkas und Stefan Seehafer sangen die Arien, Lieder und Couplets mit soviel Spaß an Komik und Satire, dass sie vom Publikum begeistert gefeiert wurden.

Norderstedt. Das Menü der Köche Michael Mieding und Bernd Wessling unter der Leitung von Kirchenkoch Hans-Peter Eckenberger sorgte für den kulinarischen Genuss, Pianist Klaus-Peter Modest lieferte feine Klavierklänge dazu.

Munter mit Papageno aus Mozarts Oper "Die Zauberflöte" starteten Alexandra Kuchel, Ulrich Katscher und das Nachwuchs-Talent Alexander Skvortsov (12) den Abend. Der zwölfjährige Norderstedter bestand seine Partie mit Bravour und gab später den Heintje-Schmachter "Mama". Mit klarer weiter Stimme sang Pia Carlotta Hansen "Endlich naht die Stunde" aus Mozarts "Figaros Hochzeit".

Nach der Vorspeise "Vitello Tonnato" brachte die Ungarin Susanne Fárkas mit dem Auftrittslied der Silva Varesch aus der Operette "Die Czárdás-Fürstin" Pfeffer und Pepp in den Saal. Die Komödiantin des Abends war Alexandra Kuchel. Im Couplet der Adele "Spiel ich die Unschuld" aus Strauß' Operette "Die Fledermaus" ging sie männlichen Gästen kokett an die Wäsche. Schmachtend gelang Damien Schmedje "Komm in die Gondel".

Sangespause mit gefülltem Schweinerücken in Rotweinsauce und Kartoffel-Sellerie-Püree. Aus dem "Lied des Boni" (Czárdásfürstin) "Oh, jag dem Glück nicht nach" machten Karin Baumann, Susanne Fárkas und Ulrich Katscher mit viel Temperament ein Trio. Mit ungebrochenem Hang zum Selbstmitleid und sati(e)rischem Ausdruck gelang Christina Weitzel die "Triangel"-Persiflage von Georg Kreisler, bevor Alexandra Kuchel in "Ich kann mir nicht helfen, ich finde mich schön" ein komödiantisches Spitzenfeuer ablieferte. Das sie dann noch mit Damien Schmedje und Christina Wetzel in "Die keusche Susanne" steigerte. Der zierliche Schmedje versank geradezu in der Vorderfront der bestens ausgestatteten Sängerinnen. Da hatte das Publikum bereits eine Champagner-Limetten-Creme verputzt und war bereit für den nächsten Spaß. Den servierte Stefan Seehafer. Der Sänger flog geradezu über die Altartreppe, schlug Rad und sang munter "Das macht die Berliner Luft". Das nächste "CulinAria" ist am 17. April.