Norderstedt
Diplomat bedankt sich für Computer-Spende

Botschafter will den Austausch forcieren

Angefangen hat die Beziehung mit aufgerüsteten Computern, die Charity Network nach Namibia geliefert hat - Ein-Euro-Jobber und Schüler des Norderstedter Lessing-Gymnasiums bringen PCs wieder auf den aktuellen Stand und geben sie an Wohltätigkeitsorganisationen weiter.

Norderstedt

Verschifft wurden die Geräte ins namibische Okakarara, wo sie den Grundschülern jetzt als moderne Informationsquelle dienen. Nun kam der dortige Botschafter Neville Gertze zum Gegenbesuch nach Norderstedt. Er besuchte auch Itzstedt und bedankte sich bei den Bürgermeistern der Amts-Gemeinden für deren Unterstützung. Die hatten zusammen 2800 Euro spendiert, damit die 30 Computer an die Primary School in Okakarara ausgeliefert werden konnten.

"Die Schulleitungen und die Bürgermeister sind sehr daran interessiert, einen regelmäßigen Kontakt mit Schülern aus Namibia herzustellen", sagt Walter Zielinski. Der pensionierte Lehrer hatte Charity Network ins Leben gerufen. Der agile Pädagoge engagiert sich inzwischen auch für einen intensiven Austausch mit dem südafrikanischen Land und hat schon das nächste Projekt eingefädelt: Am 10. Juni kommt ein Praktikant nach Norderstedt. Bis zum 4. September wird der junge Mann bei Charity Network seine PC-Kenntnisse vertiefen.

Geplant ist auch eine Informationswoche bei den Stadtwerken, wo sich der Gast das städtische Kommunikationsunternehmen wilhelm.tel zeigen lassen will. Was er dabei lernt, kann beim Aufbau ähnlicher Strukturen in seiner Heimat helfen.

"Während des Praktikums wird auch der Botschafter wieder nach Norderstedt kommen", sagt Zielinski. Neville Gertze wird dann mit der Werkleitung auch über ein Vorhaben sprechen, das den Menschen in Namibia ein Stück mehr Lebensqualität bringen könnte: Neville will die heißen Quellen im Land nutzen, um Freibäder einzurichten. "So etwas gibt es in Namibia bisher nicht", sagt Zielinski. Bei der Realisierung seiner Pläne kann der Botschafter das Know-how der Stadtwerke gut gebrauchen. "Ob es zu einer konkreten Kooperation kommt, ist offen. In jedem Fall aber können wir Ansprechpartner nennen und Tipps geben", sagt Axel Gengelbach, technischer Werkleiter, der schon ein erstes kurzes Gespräch mit dem Botschafter geführt und dem gast das städtische Unternehmen vorgestellt hat.

Auf dem Programm stehen auch ein Besuch beim Medizintechnik-Unternehmen Johnson & Johnson, eventuell auch im Werk des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich. Fest eingeplant hat Zielinski die Besichtigung des Forschungszentrums Borstel.