Furcht vor Feuerteufel auf Usedom

Schon acht Brandstiftungen seit Juni. Immer wieder trifft es Häuser von Zugereisten

Zinnowitz. Auf der Insel Usedom sorgt eine Brandserie für Angst unter Einwohnern und Feriengästen. Gestern früh stand ein Gartencafé an der Zinnowitzer Promenade in Flammen. Das Feuer zerstörte den halben Dachstuhl und beschädigte die Fassade.

Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" brannte es seit Juni im Süden der Insel siebenmal - gestern kam der achte Brand dazu. Am Anfang der Brandserie standen Strohballen, dann Unterholz und schließlich drei restaurierte Ställe und Häuser in Flammen.

Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Auffällig sei, dass es sich jedes Mal um Häuser von Auswärtigen handelte, die während des Feuers nicht anwesend waren.

"Der Täter muss sich gut auskennen und die Höfe genau beobachten", sagte Frank Petrikat, Bezirksschornsteinfegermeister. "Technik hätte die Häuser schützen können." Dass es immer Häuser ohne Kamera und Alarm erwischt habe, sei kein Zufall.

Zuletzt war am 5. Oktober in Warthe das Wohnhaus eines Berliner Ehepaares und ein Stallgebäude bis auf die Grundmauern abgebrannt.

Im September wurde in Rankwitz ein reetgedeckter Stall einer Herforderin Opfer der Flammen. Wenn eine Nachbarin den Brand nicht zufällig entdeckt hätte, hätte er auch auf das Wohnhaus übergegriffen, sagte die Frau. Die Herforderin: "Man hat Angst um seine Gebäude. Niemand weiß, wie man sich schützen soll."