Wie wird man Grill-Weltmeister? Mit Geduld und Cowboyhut

Krautsand. Für die perfekte Bratwurst braucht es eine kurze, heiße Flamme, viel Geduld und vor allem einen Cowboyhut. So erklären es zumindest die neuen Grill-Weltmeister von den "Country Freunden Kehdingen". Bereits zum siebten Mal fanden am Wochenende die inoffiziellen Grill-Weltmeisterschaften auf der Elbinsel Krautsand im Landkreis Stade statt.

Neun Teams mit jeweils vier Wettkämpfern traten gegeneinander an. Die Aufgabe bestand nicht nur darin, der neunköpfigen Jury acht leckere Bratwürste zu servieren. Vorher musste zunächst eine Strecke von 35 Metern laufend zurückgelegt werden, anschließend ein handelsüblicher Dreibeingrill aufgebaut und die Holzkohle mit nur drei Anzündwürfeln auf Betriebstemperatur gebracht werden. Die Jury bewertete schließlich neben dem Geschmack auch das Aussehen der Würste und die Teamarbeit. Am Ende entschieden Kleinigkeiten. "Letztendlich hat die Optik entschieden", sagt Jury-Vorsitzender Hans-Wilhelm Bösch.

Mit einer Zeit von 21 Minuten und vier Sekunden gehörten die Grill-Weltmeister zu den langsameren Teams. Einen neuen Inselrekord stellte das "Team Hydro" aus Finkenwerder auf. Nach nur 16 Minuten und 34 Sekunden stellten die Hamburger ihre Bratwürste auf den Tisch der Jury. Reichte trotzdem nur für Platz zwei. Das Geheimnis der Weltmeister? "Geduld haben und gleichmäßig durchbräunen", sagt Karsten Fuchs von den "Country Freunden".

"Und wedeln mit den Cowboyhüten, damit die Holzkohle gleichmäßig abbrennt."