Rumregatta

Wo der Sieger Sperrmüll als Trophäe bekommt

Ein wolkenloser Himmel und frühsommerliche Temperaturen haben der30. Rumregatta in Flensburg am Wochenende einen Besucheransturm beschert.

Flensburg. Mehrere Zehntausend Menschen waren zwischen Donnerstag und Sonntag rund um den Hafen unterwegs, um das mit mehr als 100 teilnehmenden Schiffen größte Gaffelsegler-Treffen Nordeuropas zu bestaunen.

"Das war ein wunderbares Familienfest zum Jubiläum", sagte Regattaleiter Gerd Büker. Auch die Wasserschutzpolizei zog eine positive Bilanz: Trotz des frischen Windes habe es keine Kollisionen oder nennenswerte Unfälle gegeben. Nur bei einem Oldtimer sei der Mast gebrochen.

Das Besondere bei der Rumregatta: Den Hauptpreis - eine Drei-Liter-Flasche Rum - bekommt der Zweitplatzierte. Der "Sieger" wird traditionell mit einem Preis aus Sperrmüll und derben Sprüchen bedacht. "Das habt ihr euch verdient", sagte "Preisvergeuder" Rainer Prüß zu den Erstplatzierten der 16 Bootsklassen bei der Übergabe eines alten Lampenschirms, einer Rattenfalle oder eines Plüsch-Krokodils.

Ein Schiff wurde sogar als Erster und als Zweiter ausgezeichnet, da es als Einziges in seiner Klasse gestartet war und nach der Überquerung der Ziellinie diese noch einmal überfahren hatte, um auch die Flasche Rum zu ergattern.

Richtig seemännisch ging es auch im Hof des Schifffahrtsmuseums zu - hier fand das nordeuropäische Treffen der Knotenmacher statt.