Lotseninsel-Verkauf an Umweltstiftung ist perfekt

Der Verkauf der Lotseninsel an der Schleimündung an die Kieler Naturschutz-Stiftung „Lighthouse Foundation“ ist perfekt. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) hätten sich auf einen Verkauf geeinigt, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Die gemeinnützige Stiftung, die sich dem Schutz der Meere widmet, hatte die bisher im Bundesbesitz befindliche Halbinsel am 20. September für 655 000 Euro ersteigert. Aus Sorge, dass ein kommerzieller Investor den Zuschlag erhalten könnte, hatte es zuvor an der Versteigerung Kritik aus Schleswig-Holstein gegeben. Das Land sieht nun davon ab, rechtlich gegen den Verkauf vorzugehen.

Nach Intervention von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) die Auktion kurzfristig stoppen wollen. Der Termin war jedoch aus rechtlichen Gründen nicht mehr aufzuheben. Daraufhin hatte sich das Land vorbehalten, den Verkauf mit rechtlichen Mitteln zu verhindern.

Das idyllische 8500 Quadratmeter große Gelände gehörte wie viele andere Grundstücke am ehemaligen Marinestützpunkt Olpenitz bislang dem Bund. Auf der Halbinsel, die an ein Vogelschutzgebiet grenzt, stehen ein Lotsenhaus, ein Restaurant und eine Hafenmeisterei. "Wir haben gemeinsam zur Sicherung dieser Perle des Naturschutzes einen akzeptablen Weg gefunden", sagte Umweltstaatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius. Erste Gespräche mit der "Lighthouse Foundation" seien viel versprechend verlaufen, betonte er.

Zudem einigten sich Umweltministerium und BIMA darauf, dass das Land unentgeltlich zusätzlich rund 48 Hektar auf der Lotseninsel erhält, die derzeit noch im Besitz der BIMA und bereits als Naturschutzgebiet gesichert sind.