Küste, Watt, Meer - nun alles in einer Behörde

HUSUM. Schleswig-Holstein koordiniert den Schutz von Küste, Meer und Wattenmeer künftig in einer gemeinsamen Behörde. Mit einem Glockenschlag nahm Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) am Freitag in Husum (Kreis Nordfriesland) den Gründungsakt des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) vor. Ziel sei es, "vor dem Hintergrund knapper Mittel die steigenden fachlichen Anforderungen zu erfüllen", verkündete der Minister zu dem "Sparprogramm".

Der LKN, in dem 750 Mitarbeiter beschäftigt sind, hatte seine Arbeit bereits am 1. Januar aufgenommen. Husum ist Hauptsitz des neuen Landesbetriebes, der dem Umweltministerium zugeordnet ist. Größere Betriebsstätten gibt es in Kiel, Tönning und Itzehoe, dazu 33 weitere Standorte im ganzen Bundesland. Die Stationen in Heide und Schleswig sollen aufgelöst werden. Boetticher erklärte, mit der neuen Behörde stelle sich die Landesregierung den Herausforderungen des Klimawandels in den Küstenregionen.

In dem neuen Landesbetrieb, dem derzeit jährlich rund 80 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sind verschiedene Behördenteile wie die Nationalpark-, Küstenschutz- und Wasserwirtschaftsverwaltung zusammengefasst worden. "Wir werden es einfacher, schneller und wirtschaftlicher gestalten", betonte Boetticher. Der Bürger solle alles aus einer Hand bekommen. Das Ministerium könne sich durch die Schaffung des LKN künftig auf strategische Aufgaben konzentrieren.