P 2000: Diese Waffe ist ein Volltreffer

Hannover. Die niedersächsische Polizei rüstet auf. Die neue Dienstwaffe P 2000 ist größer und leichter und mit 13 Schuss pro Magazin vor allem deutlich leistungsfähiger als das Vorgängermodell P 7 mit nur acht Schuss. Beide Waffen kommen von Heckler & Koch aus Oberndorf. Niedersachsen ist das erste Bundesland, das die neue Pistole vom Kaliber neun Millimeter einführt. Bis Ende 2006 werden alle 15 000 Polizisten im Land für 7,5 Millionen Euro mit dem neuen Modell ausgestattet. Den Ausschlag hätten "Vorzüge in der Handhabungssicherheit und größere technische Funktionsreserven" gegeben, sagte Landespolizeidirektor Uwe Wiedemann. Wichtige Neuerungen der Waffe: Spezialmunition bremst nach einem Treffer so ab, dass die Gefahr für Dritte geringer wird. Die Holster haben eine körpernahe Sicherung. Der Fall von 2000, als ein Polizist mit der eigenen, vom Täter aus dem Holster gegriffenen Pistole erschossen wurde, soll sich nicht wiederholen. Statt der Handballensicherung der P 7, bei der mindestens drei Finger kräftig am Griffstück anliegen mussten, gibt es nun eine mit verlängertem Durchzug und spätem Abzugspunkt. Die Waffe wiegt ohne Munition 620 Gramm bei 178 Millimeter Länge. Die P 7 war zuvor 23 Jahre lang im Einsatz - länger als jede andere Pistole der Landespolizei.

( fert )