Hannover (dpa/lni). Vor fast vier Jahren hatte das Land Notlagenkredite aufgenommen, um die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen zu können. Ein Teil der Summe wird nun getilgt. Dies geschieht nicht zum ersten Mal.

Weitere Millionen aus dem Corona-Sondervermögen des Landes werden vorzeitig getilgt. 254 Millionen würden nicht für den ursprünglichen Zweck benötigt und daher zur vorzeitigen Tilgung von Krediten eingesetzt, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Hannover nach einer Kabinettssitzung mit.

Im Frühjahr 2020 hatte das Land rund 7,3 Milliarden Euro Notlagenkredite aufgenommen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie bewältigen zu können. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land eine Sondertilgung getätigt, damals waren es rund 2,1 Milliarden Euro.

Finanzminister Gerald Heere (Grüne) sagte: „Es ist erfreulich, dass letztendlich weniger Mittel zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie eingesetzt werden mussten, als zunächst befürchtet.“ Jeder Euro, der vorzeitig getilgt werden könne, verschaffe Freiräume für die Zukunft. „Denn ab diesem Jahr beginnen wir mit der planmäßigen Tilgung dieser Kredite in einem Zeitraum von 25 Jahren“, betonte der Minister.