Hannover (dpa/lni). In Deutschland gibt es inzwischen verschiedene Möglichkeiten, um als Mutter anonym zu bleiben. Zahlen zeigen, wie oft das in Niedersachsen passiert.

Genau 15 Kinder sind 2022 anonym in Niedersachsen zur Welt gekommen. Dabei handelt es sich um Geburten, bei denen die Mutter offiziell nicht bekannt ist, etwa weil das Kind in eine Babyklappe gelegt wurde, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Die Zahl lag damit in etwa im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Die wenigsten anonymen Geburten seit 2018 wurden den Angaben nach 2021 registriert. Damals waren es 10. Mit 21 wurden 2020 die meisten festgehalten. Zahlen für 2023 gibt es bisher nicht.

Neben der Babyklappe gibt es weitere Möglichkeiten für Mütter bei der Geburt ihres Kindes anonym zu bleiben. Seit 2014 ist eine sogenannte vertrauliche Geburt möglich, die Frauen dabei unterstützen soll, ihre Schwangerschaft geheim zu halten. Dazu können Schwangere ihre Personalien bei einer Beratungsstelle abgeben und werden dann unter einem Pseudonym an eine Hebamme oder Klinik weitervermittelt.

Die Beratungsstelle gibt unterdessen die Personalien der Frau an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben weiter, wo sie geheim gespeichert werden. Das Kind wird nach der Geburt vom Jugendamt betreut. In der Regel ab ihrem 16. Lebensjahr können vertraulich geborene Kinder die Personalien ihrer Mutter einsehen. Die Kosten für diese Art der Geburt trägt der Bund.