Hannover/Bremen (dpa/lni). Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder hat Verdi für Donnerstag Straßenwärterinnen und Straßenwärter zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind Niedersachsen und Bremen für 24 Stunden, wie Gewerkschaftssprecher Tobias Morchner am Mittwoch sagte. Befürchtungen, dass es angesichts des aktuellen Wetters flächendeckend zu Schneechaos auf den Straßen kommen könnte, widersprach er.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder hat Verdi für Donnerstag Straßenwärterinnen und Straßenwärter zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind Niedersachsen und Bremen für 24 Stunden, wie Gewerkschaftssprecher Tobias Morchner am Mittwoch sagte. Befürchtungen, dass es angesichts des aktuellen Wetters flächendeckend zu Schneechaos auf den Straßen kommen könnte, widersprach er.

Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass kleinere Straßen nicht so schnell wie gewohnt geräumt werden können, sagte Morchner. Auch die betroffene Behörde wies vorab auf Einschränkungen im Winterdienst hin. Es müsse mit Verzögerungen gerechnet werden. Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gibt es landesweit rund 1200 Beschäftigte bei 56 Straßenmeistereien.

Die Gewerkschaft selbst verwies als Schwerpunkte aber eher auf die Jan-Berghaus-Brücke in Leer und die Huntebrücke bei Oldenburg, die beide während des Warnstreiks hochgeklappt bleiben sollen. Ein Notfallbetrieb sei aber abgesichert, sagte Verdi-Sprecher Morchner. Die Gewerkschaft rechne mit mehreren Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In Hannover soll ein Demozug zum Wirtschaftsministerium ziehen und in Leer ist eine Kundgebung an der Jan-Berghaus-Brücke geplant.

In dem Tarifstreit geht es um die Gehälter für bundesweit rund 1,1 Millionen Angestellte. Betroffen wären zudem rund 1,4 Millionen Beamte, auf die das Ergebnis üblicherweise übertragen wird. Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatte in der zweiten Verhandlungsrunde Anfang November deutlich gemacht, dass sie die Forderungen für viel zu hoch und nicht leistbar hält. Eine dritte Verhandlungsrunde ist ab dem 7. Dezember geplant.