Verden. Im Prozess um einen tödlichen Unfall eines Jungen auf Klassenfahrt im Landkreis Diepholz südlich von Bremen hat die Angeklagte ihr Bedauern ausgedrückt. „Ich habe mit einem solch tragischen Ereignis nicht gerechnet und es schlicht nicht für möglich gehalten“, ließ die 35-Jährige über ihren Verteidiger am Mittwoch erklären. Die Mitarbeiterin eines Waldpädagogikzentrums steht wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen vor dem Landgericht Verden.

Im Prozess um einen tödlichen Unfall eines Jungen auf Klassenfahrt im Landkreis Diepholz südlich von Bremen hat die Angeklagte ihr Bedauern ausgedrückt. „Ich habe mit einem solch tragischen Ereignis nicht gerechnet und es schlicht nicht für möglich gehalten“, ließ die 35-Jährige über ihren Verteidiger am Mittwoch erklären. Die Mitarbeiterin eines Waldpädagogikzentrums steht wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen vor dem Landgericht Verden.

Das Unglück ereignete sich laut Anklage im Juli 2019 bei einem Schulausflug einer fünften Klasse aus Wolfsburg. Nach einer Frühstückspause im Freien tobten demnach zehn Kinder auf einer Lore auf dem Gelände des Waldpädagogikzentrums herum. Dabei setzte sich der 400 Kilogramm schwere Wagen auf den Schienen in Bewegung - und überrollte den Jungen. Für den Zehnjährigen kam jede Hilfe zu spät.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Mitarbeiterin des Waldpädagogikzentrums vor, die fahrbereite Lore nicht überprüft und vor dem Gerät gewarnt zu haben. „Die Angeklagte hätte das Spielen verbieten beziehungsweise auf die Gefahren hinweisen müssen“, sagte die Staatsanwaltschaft. Ein Urteil könnte am 15. Dezember fallen.