Stuttgart. Tabellenplatz 16, weiter kein Sieg in der Fußball-Bundesliga unter Bruno Labbadia: Der VfB Stuttgart wartet auf einen Befreiungsschlag. Aufsteiger Bremen spielt dagegen clever und erfolgreich.

Der VfB Stuttgart kommt unter Trainer-Rückkehrer Bruno Labbadia nicht in Schwung. Gegen den Aufsteiger SV Werder Bremen unternahmen die Schwaben am Sonntag den mittlerweile vierten Anlauf in der Fußball-Bundesliga. Jedoch war auch dieser nicht von Erfolg gekrönt, nachdem der VfB vor wenigen Tagen zumindest im Achtelfinale des DFB-Pokals durch das 2:1 beim SC Paderborn den ersten Sieg unter Labbadia eingefahren hatte. 0:2 (0:0) unterlagen die Stuttgarter, die auf den 16. Tabellenplatz zurückfielen.

„Wir sind top reingekommen, hatten viele gute Balleroberungen“, sagte der VfB-Coach. „Was uns gefehlt hat war, dass wir die Balleroberungen nicht besser ausgespielt haben.“ Die Bremer bestraften die fahrlässige Chancenverwertung durch sehenswerte Treffer von Jens Stage (59.) und Marvin Ducksch (77.). „Es ist schade, dass wir beide Tore selbst vorgelegt haben und durch zwei Sonntagsschüsse das Spiel verlieren“, sagte Labbadia, der im Dezember als Nachfolger von Pellegrino Matarazzo und Interimstrainer Michael Wimmer den VfB übernommen hatte.

Die Stuttgarter schafften es damit erneut nicht, in einem Heimspiel ohne Gegentor zu bleiben. Zuletzt stand die Null am 4. April 2021. Gegner damals: Werder Bremen.

Hinzu kommt vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg wohl ein weiterer verletzungsbedingter Ausfall. Serhou Guirassy musste mit Adduktorenbeschwerden ausgewechselt werden und wird sich an diesem Montag einer MRT-Untersuchung unterziehen.

Während der VfB nach der Auswechslung seines besten Torschützen Probleme hatte, trumpften Nationalstürmer Niclas Füllkrug und Nebenmann Ducksch groß auf. „Wir haben uns nach 15 Minuten gefangen und haben in einer guten Phase der Stuttgarter treffen können“, sagte Werder-Trainer Ole Werner. Nach zuletzt 13 Gegentoren in zwei Auswärtsspielen agierten die Bremer diesmal fehlerfrei. „Wir konnten immer das Spieltempo bestimmen, obwohl wir nicht den Ball hatten, und dann waren wir auch noch eiskalt“, sagte Füllkrug, der beide Tore einleitete.