Wirtschaftspolitik

Niedersachsen fördert Start-ups mit fünf regionalen Fonds

Hannover (dpa/lni). Mit fünf regionalen Wachstumsfonds und einer Förderung über 50 Millionen Euro will die Landesregierung der Start-up-Szene in Niedersachsen auf die Sprünge helfen. Wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, sollen junge Firmen mit Fonds in Osnabrück, Göttingen, Lüneburg, Braunschweig und Hannover gefördert werden. Die Fonds sollen jeweils mit rund zehn Millionen Euro über die landeseigene NBank ausgestattet werden. Mit weiteren zehn Millionen oder mehr sollen sich pro Fonds zudem private Investoren beteiligen. Unterm Strich könnten nach Plänen des Ministeriums so künftig landesweit rund 100 Millionen Euro für Start-ups zur Verfügung stehen.

Profitieren davon sollen Start-ups, die sich nach ihrer Gründung in der Wachstumsphase befinden und einen hohen Kapitalbedarf haben. Laut einem Ministeriumssprecher unterstützt die NBank zurzeit vor allem junge Firmen in der Gründungszeit. Die neuen Fonds sollen nun als Anschlussinvestoren bei der weiteren Finanzierung dienen. Da es in Niedersachsen allerdings keine breite Investorenszene gebe, helfe das Land mit.

In Osnabrück ging am Dienstag den Angaben zufolge der erste regionale Wachstumsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 23 Millionen Euro an den Start. Der Fonds will vor allem in Start-ups aus dem Bereich Agrar, Ernährung und der Digitalbranche investieren.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte in einer Mitteilung, der Osnabrücker Wachstumsfonds sei ein Meilenstein für das «Start-up-Ökosystem» in Niedersachsen. «Damit sind wir künftig in der Lage, niedersächsischen Start-ups eine attraktive Finanzierungsalternative zu den Wachstumsfonds aus Berlin, Hamburg und München zu bieten.»