Medizin

Uni Göttingen und Klinikum Wolfsburg bilden Mediziner aus

dpa
Dr. Steffen Neumann (r) unterrichtet die Medizinstudenten der UMG.

Dr. Steffen Neumann (r) unterrichtet die Medizinstudenten der UMG.

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Wolfsburg/Göttingen. Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Klinikum Wolfsburg haben ihre Kooperation bei der Ausbildung gestartet. Seit dieser Woche besuchen die ersten 20 Studierenden der Medizinischen Fakultät einen Untersuchungskurs in Wolfsburg, wie die Partner am Mittwoch mitteilten. Mit der Einrichtung des neuen Lehrcampus in Wolfsburg sollen die klinischen Ausbildungskapazitäten der UMG ausgebaut werden. Einige patientennahe Lehrveranstaltungen würden nach Wolfsburg verlagert. Die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden derzeit zwei Wochen lang in Fertigkeiten der Untersuchung und Anamneseerhebung unterrichtet.

Der Kooperationsvertrag soll perspektivisch die Umwandlung von rund 60 Teilstudienplätzen in Vollstudienplätze ermöglichen. Die Universitätsmedizin Göttingen zählt zu den größten medizinischen Fakultäten Deutschlands. Die Zusammenarbeit mit Wolfsburg bezeichnete Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) als "Meilenstein für den Aufbau weiterer Kapazitäten in der Medizinerausbildung für Niedersachsen".

Der wissenschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Lars Alt, begrüßte die zusätzlichen Ausbildungskapazitäten grundsätzlich. "Gleichwohl ist der bisherige Aufwuchs der Medizinstudienplätze in Niedersachsen angesichts des allgemeinen Ärztemangels nicht ausreichend", sagte er. Alt forderte zudem, dass den Abgeordneten des Wissenschaftsausschusses der Kooperationsvertrag und der Letter of Intent zur Verfügung gestellt werden, um Transparenz bei der Finanzierung und der Standortentscheidung herzustellen.

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( dpa )