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Weil lobt neue Geschlossenheit der SPD

dpa
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, spricht.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, spricht.

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Hannover. Der Aufwärtstrend der SPD geht nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil auch auf einen stärkeren Zusammenhalt in der Partei zurück. "Die SPD hat gelernt, sich zusammenzureißen", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die von ihm anfangs kritisierte Doppelspitze mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Bevor das Duo das Amt übernommen hatte, sei die "interne Kontroverse geradezu kultiviert" worden.

"Wenn es ein sicheres Rezept für politischen Misserfolg gibt, dann ist das interner Streit", sagte Weil. "Die Wähler wollen, dass wir uns mit ihren Problemen befassen und nicht mit unseren. Das hat die SPD gelernt, und das ist ausdrücklich auch ein Beitrag der Parteiführung gewesen." Ende 2019 hatte Weil in einem Interview noch erklärt, dass sich ihm bei einigen von Eskens Aussagen "die Nackenhaare sträuben".

Über Eskens neuen Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil, der wie Weil aus Niedersachsen kommt, sagte der Regierungschef, er habe innerhalb der SPD "eine bemerkenswerte Integrationsfähigkeit" bewiesen und vertrete die Partei verbindlich und klar nach außen. "Man hört ihm zu und hat nicht den Eindruck, dass da jemand ohne Not Schaum vor dem Mund hat", sagte Weil, der auch SPD-Landeschef in Niedersachsen ist.

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( dpa )