Hannover

Großeinsatz der Polizei gegen Impfkritiker und Hausbesetzer

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Da war noch alles friedlich: Die AfD protestierte in Hannover gegen Maßnahmen und Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Da war noch alles friedlich: Die AfD protestierte in Hannover gegen Maßnahmen und Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Impfkritiker riefen nach AfD-Kundgebung zu Spontandemos auf. Hausbesetzer warfen Steine auf die Polizei. Ein Beamter schwer verletzt.

Hannover. Am Sonnabend hatte die Polizei in Hannover alle Hände voll zu tun: Zunächst war eine angemeldete Kundgebung der AfD gegen die Corona-Auflagen und die Impfungen ohne Zwischenfälle verlaufen. Doch nach dem Ende dieser Veranstaltung wurde laut einer Mitteilung der Polizei über einen Messengerdienst zu einer Aktion von Impfkritikern aufgerufen.

Am Trammplatz sammelten sich daraufhin gegen 14 Uhr etwa 150 Personen. Als sich der Zug in Bewegung setzen wollte, wurde er von der Polizei durch Zurückdrängen daran gehindert. Nach etwa einer Stunde löste sich die Versammlung auf. Eine halbe Stunde später trafen sich etwa 60 der Teilnehmer wieder und formierten sich erneut zu einem Zug, der abermals von der Polizei angehalten wurde. Nach diversen Redebeiträgen war die Versammlung gegen 16.15 Uhr beendet. Die Polizei kontrollierte zwei Teilnehmer und leitete Ermittlungen wegen Beleidigung und Volksverhetzung ein.

In der Nordstadt besetzen Aktivisten ein leerstehendes Haus

Parallel dazu protestierten Aktivisten mit einer Hausbesetzung in der Nordstadt gegen ein geplantes Immobilienprojekt. Etwa 50 Personen hatten sich gegen 13.30 Uhr vor einem leerstehenden Gebäude am Engelbosteler Damm versammelt. Etwa zehn Personen drangen außerdem in das Haus ein und besetzten es. Bei der Aktion wurden Transparente mit Parolen an der Fassade des Gebäudes aufgehängt und mit Farbe an die Fenster geschrieben.

Die Polizei rückte mit einem größeren Aufgebot und einem Wasserwerfer an. Da Rauch aus dem Gebäude drang, wurde auch die Feuerwehr alarmiert. als die Beamten den Platz vor dem Haus räumten, kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen mit den Protestierenden. Diese versuchten, Barrikaden zu errichten und warfen mit Steinen.

Wie die Feuerwehr feststellte, ging die Rauchentwicklung von Pyrotechnik aus. Bei dem Einsatz wurde ein Demonstrant leicht und ein Beamter schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Alle Besetzer haben das Haus wieder verlassen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Widerstandes, Landfriedensbruchs und Hausfriedensbruchs eingeleitet.

( cw )