Rassismus

Migranten beklagen Polizeigewalt – ihre Forderungen

Migranten in Niedersachsen fordern Verbot des Racial Profilings (Symbolbild).

Migranten in Niedersachsen fordern Verbot des Racial Profilings (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder

18 Verbände haben sich ans Land Niedersachsen gewandt. Was sie der Polizei im Einzelnen vorwerfen.

Hannover. Zahlreiche Migrantenvereine in Niedersachsen haben sich mit einem Forderungskatalog zur Bekämpfung von Polizeigewalt an das Land gewandt. Viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte erlebten Gewalt durch die Polizei, teilten 18 Selbstorganisationen und Vereine, darunter der Flüchtlingsrat Niedersachsen, am Dienstag in Hannover mit. Dazu gehörten unverhältnismäßige Härte bei Polizeieinsätzen, der Gebrauch von Schusswaffen durch Beamte oder Racial Profiling - also anlasslose Personenkontrollen von Menschen aufgrund äußerer Merkmale.

Die Organisationen fordern eine unabhängige Beschwerde- und Ermittlungsstelle, die Gewährleistung von mehr Transparenz bei der Polizeiarbeit und die Entwicklung einer Fehlerkultur innerhalb der Polizei. Racial Profiling sollte explizit verboten werden. Außerdem verlangen die Vereine eine wissenschaftliche Rassismus-Studie über die Polizei und die Sensibilisierung von Polizei und Behörden für unbewussten und bewussten Rassismus.

( dpa )