Umweltschutz

Warum seit Montag Hubschrauber über der Heide kreisen

In der Lüneburger Heide ist am Montagmorgen ein Hubschrauber mit besonderer Fracht aufgestiegen (Archivbild).

In der Lüneburger Heide ist am Montagmorgen ein Hubschrauber mit besonderer Fracht aufgestiegen (Archivbild).

Foto: picture alliance / ANP | Piroschka van de Wouw

Waldbesucher und Pilzsucher sollten insbesondere die Wälder bei Unterlüß meiden, Gefahr besteht aber nicht.

Unterlüß. In der Lüneburger Heide werden seit Montag die Wälder gekalkt. Ein Hubschrauber stieg am frühen Morgen auf und bestreute die Flächen. Damit soll der Erhalt der Bäume gesichert und die Belastung des Bodens etwa durch Schadstoffe wie sauren Regen ausgeglichen werden.

Insgesamt werden in den nächsten Wochen etwa 4500 Tonnen Kalk vom Hubschrauber, aber auch vom Boden aus verstreut. Der Pilot muss alle 90 Minuten den Hubschrauber zum Tanken landen.

Hubschrauber kalken Heide – Menschen sollen Bereich meiden

Schwerpunkte der Kalkung der Wälder sind in diesem Jahr Flächen bei Unterlüß. Waldbesucher und besonders die zurzeit zahlreichen Pilzsucher sollten die Bereiche meiden, sagte Forstamtsleiter Arne Sengpiel. An den Wochenenden wird aber nicht gekalkt. „Der Kalk ist für Mensch und Tier völlig ungefährlich“, betonte der Forstamtsleiter.

Die Wälder in Niedersachsen werden seit den 1980er Jahren gekalkt –damals als Reaktion auf das erstmals akut werdende Waldsterben. Die Übersäuerung der Böden führt dazu, dass die Feinwurzeln der Bäume geschädigt werden. Die betroffenen Bäume werden anfälliger für Krankheiten – dagegen soll der Kalk helfen, damit eine weitere Übersäuerung der Böden abgepuffert wird.

( dpa )