Verbrechen

Tote Frau in Maisfeld – Freigänger unter Verdacht

Nach dem Fund der Frauenleiche suchte die Polizei die Umgebung ab. Jetzt steht ein Freigänger unter Verdacht (Symbolfoto).

Nach dem Fund der Frauenleiche suchte die Polizei die Umgebung ab. Jetzt steht ein Freigänger unter Verdacht (Symbolfoto).

Straftäter soll in Northeim 64 Jahre alte Frau getötet haben. Er ist seit 24 Jahren in der Psychiatrie. Ihm wurden Freigänge gewährt.

Northeim. Während seines Freigangs soll ein Straftäter eine Frau getötet haben, die am Sonnabend in einem Maisfeld in Northeim entdeckt worden war. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Göttingen mitteilte, habe der Verdächtige vermutlich in einem Zustand der verminderten Steuerungsfähigkeit die Tat begangen. Wegen eines versuchten Totschlags unter ähnlichen Umständen wird der 57-Jährige seit 1987 in einer psychiatrischen Klinik behandelt.

Der Mann stehe unter dringendem Tatverdacht, die 64-Jährige getötet zu haben. Den Angaben nach wurde der Verdächtige bereits am Sonntag in einen gesondert gesicherten Haftbereich verlegt und Lockerungen in seiner Unterbringung wurden zurückgenommen.

Tote im Maisfeld: Verdächtiger seit 1987 in der Psychiatrie

Im Jahr 1987 hatte er versucht, einen Menschen zu töten. Ein Gutachter stellte damals fest, dass der Mann die Tat im Zustand einer erheblich verminderten Steuerungsfähigkeit begangnen hatte. Er wurde deshalb zu einer Freiheitsstraße verurteilt und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Wegen Fortschritten in der Therapie seien ihm Lockerungen, unter anderem Freigänge, gewährt worden.

Nun muss das Amtsgericht entscheiden, ob erneut eine Unterbringung wie vor über 30 Jahren festgelegt wird. Dabei gehe es noch nicht um eine Verurteilung, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Gutachten soll zudem klären, ob auch im aktuellen Fall eine verminderte oder keine Schuldfähigkeit bestand.

Tote im Maisfeld: Leiche nahe Kläranlage entdeckt

Die Leiche der Frau war nahe der Northeimer Kläranlage entdeckt worden. Die Polizei ging schnell von einem Gewaltverbrechen aus und durchsuchte mit einem ein Großaufgebot der Polizei die Umgebung, auch ein Helikopter kam dabei zum Einsatz.

( dpa )