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Routen für Radschnellnetz in der Metropolregion stehen fest

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dpa
Radfahrer fahren auf einer Fahrradspur.

Radfahrer fahren auf einer Fahrradspur.

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Hamburg/Kiel/Hannover/Schwerin (dpa) - Die Routen für ein rund 300 Kilometer langes Radschnellnetz in der Metropolregion Hamburg stehen grundsätzlich fest. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudien gebe es nun gutachterliche Empfehlungen für acht von neun Routen in vier Bundesländern im Norden, teilte die Metropolregion am Montag mit. Diese würden jetzt im Detail über kommunale, Kreis- und Ländergrenzen hinweg gemeinsam geplant, finanziert und gebaut. Fertigstellungstermine wurden nicht genannt.

"Erstmals haben wir in Deutschland ein regionales Radschnellnetz entwickelt, das sich an eine halbe Million Pendlerinnen und Pendler in vier Bundesländern richtet", sagte der Vorsitzende des Regionsrats der Metropolregion Hamburg und Hamburgs Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD). Insbesondere in urbanen Zentren wie Hamburg und Lübeck könnten Radschnellwege Entlastung auf den Straßen bringen.

Da sich den Angaben zufolge in anderen Regionen gezeigt hat, dass es nicht möglich ist, ein Netz oder einzelne Strecken durchgehend und in einem Guss herzustellen, sollen die Routen abschnittsweise gebaut werden. In Hamburg werde zum Beispiel bereits das alte Gütergleis an der U1 als Verbindung in Richtung Bad Bramstedt ausgebaut. Im schleswig-holsteinischen Halstenbek gehe es ebenfalls schon los und zwischen Ochtmissen und Bardowick in Niedersachsen sei ein erster Abschnitt bereits im Bau.

"Wir verfolgen in Niedersachsen das Ziel, den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von 15 auf 20 Prozent zu steigern", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Drei der auf Hamburg zulaufenden Trassen beginnen in Niedersachsen - in Lüneburg, Stade und Tostedt. "Insgesamt sollen hier rund 140 Kilometer Radschnellweg entstehen."

Sein schleswig-holsteinischer Kollege Bernd Buchholz (FDP) betonte: "Wir wollen mehr Menschen zum Radfahren motivieren, das Radfahren sicherer machen und uns an die Spitze im Radtourismus setzen." Die Landrätin des Kreises Pinneberg, Elfi Heesch (parteilos), sagte, es gelte nun, den rechtlichen Rahmen zu ziehen und die Finanzierung zu bewerkstelligen. "Ein Trassenbündnis mit allen Beteiligten einschließlich der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg wäre aus meiner Sicht sehr hilfreich."

Die geplanten Radschnellwege:

1. Elmshorn - Pinneberg - Hamburg (32 Kilometer) 2. Bad Bramstedt - Kaltenkirchen - Henstedt-Ulzburg - Norderstedt - Hamburg (40 Kilometer) 3. Ahrensburg - Hamburg (10 Kilometer) 4. Geesthacht - Hamburg (24 Kilometer) 5. Lüneburg - Winsen - Hamburg (50 Kilometer) 6. Tostedt - Buchholz - Hamburg (32 Kilometer) 7. Stade - Buxtehude - Hamburg (55 Kilometer) 8. Bad Schwartau - Lübeck - Groß Grönau (11 Kilometer) 9. Wismar - Schwerin (36 Kilometer) 10. Hamburg Stadtgebiet (20 Kilometer)

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( dpa )