Umwelt

Pilotprojekt soll bei Lösung des Schlick-Problems helfen

dpa
Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies spricht in der Sitzung des niedersächsischen Landtags.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies spricht in der Sitzung des niedersächsischen Landtags.

Foto: dpa

Jemgum. Mit einem Pilotprojekt wollen Küstenschützer, Deichverbände und Landwirte in Ostfriesland prüfen, ob Baggergut aus der Ems landwirtschaftliche Nutzflächen verbessert. "Hier geht es konkret darum, das Sediment aus der Ems als wertvolles Material zu nutzen für den Aufbau von Flächen vor und hinter dem Deich", teilte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Freitag zum Start des Projektes in Jemgum (Kreis Leer) mit. Auf diese Weise sollten auch neue Kleivorräte für den künftigen Deichbau geschaffen werden.

Die Ems leidet seit Jahrzehnten unter den Folgen von wachsenden Schlickmassen, die sich im Fluss ablagern. Naturschützer sehen als Hauptursache die massiven Ausbaggerungen des Flusses.

Für das Projekt sollen nun anfallende Sedimente, die für eine Naturschutzmaßnahme aus dem Deichvorland bei Jemgum augebaggert werden, in unterschiedlicher Dicke auf Versuchsfelder ausgebracht und eingearbeitet werden. Die landwirtschaftlichen Flächen unterscheiden sich nach Standorten, etwa Marsch und Geest, und nach Nutzungsarten wie Ackerbau oder Grünland.

Niedersachsen und die benachbarten Niederlande hatten 2018 eine Strategie zum Sedimentmanagement in der Ems vereinbart, um die Gewässergüte der Ems zu verbessern. Das Pilotprojekt ist nach Angaben des Umweltministeriums nun ein erster Baustein dieser Strategie. 2023 soll ein Abschlussbericht für das Pilotprojekt vorliegen.

© dpa-infocom, dpa:210730-99-625349/2

( dpa )