Agrar

Jäger und Bauern gemeinsam gegen den Mähtod von Jungtieren

dpa
Ein Rehkitz liegt im Stroh.

Ein Rehkitz liegt im Stroh.

Foto: dpa

Kleinen Rehen oder Hasen ist eins angeboren: Bei Gefahr ducken sie sich auf den Boden. Selbst vor Mähmaschinen flüchten sie nicht. Doch es gibt einfache Mittel, um sie vor dem Tod zu bewahren.

Hannover. Jäger und Bauern in Niedersachsen treten gemeinsam für einen besseren Schutz von Jungtieren beim Mähen von Weiden und Feldern ein. Die Frühjahrsmahd falle mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen, teilten die Landesjägerschaft, die Landwirtschaftskammer und der Landesbauernverband in Hannover mit. Bei drohender Gefahr duckten sich die Jungtiere; das helfe zwar gegen Fressfeinde, aber nicht gegen Erntemaschinen.

Um einen Tod der Rehkitze, Feldhasen oder Jungvögel zu vermeiden, geben die Verbände mehrere Empfehlungen. So sollen Flächen möglichst von innen nach außen gemäht werden, um eine Flucht durch hohes Gras zu ermöglichen. Wo eine Straße angrenzt, soll von dort aus gemäht werden, um die flüchtenden Tiere nicht in den Verkehr zu treiben. Weil viele Wildtiere sich vor hellem Scheinwerferlicht instinktiv ducken, sollte möglichst nicht in der Dunkelheit gemäht werden. Eine Begrenzung des Schnitts auf 15 bis 20 Zentimeter Höhe erleichtere das Überleben von Bodenbrütern.

Die Jäger baten die Bauern, die Felder und Wiesen vor dem Mähen abzusuchen oder 24 Stunden vorher die Jagdpächter zu verständigen. Auch technische Hilfsmittel könnten eingesetzt werden, um Tiere zu vergrämen, zum Beispiel Knistertüten, Flatterbänder oder Pfeiftöne. Das aufwendige Absuchen der Wiesen mit Drohnen oder Wärmebildkameras sei nicht immer möglich. Deshalb sollten einfachere Methoden verwendet werden, zum Beispiel die Suche mit einem Jagdhund.

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( dpa )