Notbremsung

Lebensgefahr: Mädchen wegen Selfies auf Eisenbahnbrücke?

Die Polizei sucht Zeugen zum Vorfall auf der Eisenbahnbrücke über dem Elbe-Seitenkanal (Symbolbild).

Die Polizei sucht Zeugen zum Vorfall auf der Eisenbahnbrücke über dem Elbe-Seitenkanal (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Freitag

Zwei Mädchen liefen auf eine Eisenbahnbrücke über dem Elbe-Seitenkanal. Zugführer leitet Notbremsung ein. Polizei sucht Zeugen.

Bremen. Zwei etwa 13 bis 16 Jahre alte Mädchen haben sich am Sonntag im Landkreis Lüneburg auf der Eisenbahnbrücke über dem Elbe-Seitenkanal in höchste Lebensgefahr gebracht.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, liefen die Mädchen Richtung Adendorf über die Brücke, als eine Regionalbahn aus Lübeck kurz hinter Echem auf der Fahrt nach Lüneburg die Brücke queren wollte.

Mädchen pressten sich gegen Brückengeländer

Der Zugführer bemerkte die beiden und leitete eine Notbremsung ein. Die Mädchen hätten sich an das Brückengeländer gepresst, als der Zug mit 120 km/h und kreischenden Bremsen an ihnen vorbeirauschte, heißt es in der Mitteilung. Die Bahn kam nach etwa 500 Metern zum Stehen, die Mädchen flüchteten unerkannt.

Im Zug befanden sich rund 70 Fahrgäste – niemand wurde verletzt.

Wie die Polizei weiterhin mitteilte, werden auf der Eisenbahnbrücke häufig Kinder und Jugendliche gemeldet. Offenbar machen sie dort Selfies oder nutzen die Brücke als Abkürzung. Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt nun wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 0421/16299-777.