Nordwestbahn

Jugendliche kontern Neujahrswunsch mit Schlägen und Tritten

In einem Zug der Nordwestbahn von Delmenhorst nach Bremen (Symbolbild) haben in der Silvesternacht vier Jugendliche eine Schlägerei angezettelt.

In einem Zug der Nordwestbahn von Delmenhorst nach Bremen (Symbolbild) haben in der Silvesternacht vier Jugendliche eine Schlägerei angezettelt.

Foto: Imago/Gottfried Czepluch

Junges Paar wünscht am Bahnsteig "ein frohes neue Jahr" – dann fliegen die Fäuste. Angreifer nach Flucht in Bremen gefasst.

Bremen. Dass offenbar nicht jedem Menschen der Sinn nach Neujahrswünschen steht, musste in der Silvesternacht ein junges Paar in einem Zug der Nordwestbahn schmerzhaft erfahren. Vor dem Einstieg am Bahnhof Delmenhorst (Niedersachsen) hatten nach Angaben der Bundespolizei gegen 00.30 Uhr ein 24 Jahre alter Mann und dessen 26 Jahre alte weibliche Begleitung vier Jugendlichen "ein frohes neues Jahr" gewünscht.

Daraufhin sei ein Streit losgetreten worden – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf der Zugfahrt Richtung Bremer Hauptbahnhof traktierten die jeweils 16 Jahre alten Adressaten den 24-Jährigen mit Schlägen und Tritten. Er wurde ebenso verletzt wie die Frau. Die 26-Jährige wurde geschlagen, als sie sich einmischte – sie erlitt Prellungen und Hautabschürfungen. Beide Opfer wollten sich noch am Neujahrstag in ärztliche Behandlung begeben.

Schläger am Bremer Hauptbahnhof gefasst

Die mutmaßlichen Schläger – drei Deutsche und ein Spanier – wurden nach der Flucht aus dem Zug im Umfeld des Bremer Hauptbahnhofs gefasst und auf der Wache von ihren Eltern abgeholt. Zum Tathergang werden nun Videoaufzeichnungen aus der Nordwestbahn sowie vom Ausstieg der Gruppe in Bremen ausgewertet. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizei unter Telefon 0421/16299-777 entgegen.

Insgesamt zog die Bundespolizeiinspektion Bremen aber eine relativ positive Silversterbilanz. Im Vergleich zu früheren Jahren seien zum Jahreswechsel weniger Reisende unterwegs gewesen. Trotzdem mussten bis zum Neujahrsmorgen 57 überwiegend alkoholisierte Personen ermahnt und die Identität von 46 Personen festgestellt werden, um Konflikte bereits im Ansatz zu unterbinden und konsequent weitergehende Straftaten zu verhindern.

( jdr )