Osnabrück

Zu lieb: Rottweiler Magnus darf kein Polizeihund werden

Der Rottweiler Magnus liegt vor einem Baum. Der Hund hat es nicht in den Polizeidienst im Norden geschafft

Der Rottweiler Magnus liegt vor einem Baum. Der Hund hat es nicht in den Polizeidienst im Norden geschafft

Foto: /Polizei Osnabrück/dpa

Der Hund hat es nicht in den Polizeidienst im Norden geschafft: Im Ernstfall eines Einsatzes wäre Magnus wohl einfach zu lieb.

Osnabrück. Wieder hat es ein zu lieber Rottweiler nicht in den Polizeidienst im Norden geschafft. „Die Ausbildung von Magnus wurde beendet, weil er einen wichtigen Zwischentest nicht bestanden hat“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Der natürliche Schutztrieb sei nicht ausgeprägt genug. Erst vor wenigen Wochen hatte die Polizei Bremerhaven die Ausbildung ihres Nachwuchshundes Balou abbrechen müssen. Auch dieser Rottweiler erwies sich als ungeeignet für den Job und sei eher ein richtiger Familienhund.

Über das Karriereende von Magnus als Polizeihund hatte die Direktion zuvor in sozialen Netzwerken informiert. Im Ernstfall eines Einsatzes wäre das Tier wohl einfach zu lieb. Der Diensthundführer würde Gefahr laufen, dass sich Magnus eher hinter ihm versteckt als sich schützend vor ihn zu stellen, sagte der Polizeisprecher. Nach etwa eineinhalb Jahren sei die Ausbildung im September beendet worden. Der Rottweiler ist nun bei einem privaten Züchter, der im Hundesport aktiv ist.

Polizeihunde dürfen im täglichen Dienst als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt eingesetzt werden. Laut Zentralem Diensthundwesen können sie etwa bei Tätersuchen, Personenkontrollen, Demonstrationen helfen und bei Bedarf mit vollem Körpereinsatz zur Seite stehen.