Niedersachsen

Tödlicher Unfall auf A7: Lkw kippt auf Fahrer

Nach einem Unfall nahe Hildesheim bleibt die A7 in Richtung Hannover voraussichtlich bis zum Dienstagmittag gesperrt.

Nach einem Unfall nahe Hildesheim bleibt die A7 in Richtung Hannover voraussichtlich bis zum Dienstagmittag gesperrt.

Foto: Geoffrey May/dpa

Wegen einer Panne lenkte ein 26-Jähriger seinen Lastwagen auf den Standstreifen. Danach kam es zum tragischen Unfall.

Hannover. Bei einem Unfall auf der A7 nahe Hildesheim ist ein 26 Jahre alter Lastwagenfahrer gestorben. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde bei dem Aufprall am frühen Dienstagmorgen schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Für die Bergungsarbeiten wurde die A7 Richtung Hannover gesperrt. Ein Lastwagen sei umgekippt und müsse mit schwerem Gerät geborgen werden, sagte der Polizeisprecher.

Die Sperrung galt ab der Abfahrt Drispenstedt bis Hannover und sollte mindestens bis in die Nachmittagsstunden dauern. Am Morgen staute sich der Verkehr nach Polizeiangaben bereits auf etwa 7 Kilometern.

Unfallopfer stellt Lkw auf Standstreifen ab

Nach ersten Erkenntnissen der Unfallermittler hatte der 26 Jahre alte Lkw-Fahrer auf dem Weg Richtung Hamburg eine Panne und lenkte gegen 5.20 Uhr seinen Lastwagen auf die Standspur. Anschließend verließ er das Führerhaus und stellte sich neben den Lkw auf den Grünstreifen.

Das Heck seines Lastwagens ragte jedoch noch auf die rechte Fahrspur der A7. Ein 40 Jahre alter Lkw-Fahrer bemerkte dies zu spät und krachte mit der rechten Fahrzeugfront gegen den das Heck des Lkw. "Nach dem Zusammenstoß kippte der abgestellte Lkw auf die rechte Fahrzeugseite, begrub den Fahrzeugführer unter sich und kam im Graben zum Liegen", sagt Polizeisprecherin Kristin Möller.

Der Lkw des 40-Jährigen kippte auf die Fahrbahn. Der Fahrer aus Tschechien wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Für den 26 Jahre alten Fahrer aus Litauen kam hingegen jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle.

Polizei fischt sturzbetrunkenen Lkw-Fahrer aus dem Verkehr

Bereits am Montag war es bei Hannover zu einem Zwischenfall mit einem Lkw gekommen: In diesem Fall war der Fahrer volltrunken, wie die Polizei Hannover mitteilte. Der 50-Jährige sei auf der Autobahn A2 Schlangenlinien gefahren und nach Angaben eines Zeugen mit seinem Lkw kurz vor einer Ausfahrt fast gegen die Mittelleitplanke geprallt. Nach der Abfahrt von der A2 sei der Lkw auf der B 522 mit Schritttempo teils auf der Gegenspur unterwegs gewesen.

Nachdem der Lkw auch noch eine rote Ampel überfahren hatte, stoppte ihn die Polizei. Ein Atemalkoholtest beim Fahrer habe 3,19 Promille ergeben.