Niedersachsen

Autofahrer steuert Cabrio ins Moor und setzt es in Brand

Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um den Moorbrand zu löschen (Symbolfoto).

Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um den Moorbrand zu löschen (Symbolfoto).

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Der heiße Katalysator des Wagens löste ein Großfeuer aus, das Moor brannte auf Fläche von sieben Fußballfeldern.

Barnstorf. Eine Erkundungsfahrt mit dem Auto ins Moor im Kreis Diepholz hat zu einem Großeinsatz der Feuerwehr und vier Hektar verbrannten Geländes gesorgt. Das Feuer entstand am Mittwochnachmittag, als ein älteres Ehepaar aus Sulingen auf Feldwegen durch das Moorgelände zwischen Barnstorf und Goldenstedt (Landkreis Vechta) fuhr, um eine Strecke für eine Fahrradtour zu erkunden. Dabei setzte ersten Erkenntnissen zufolge der heiße Katalysator des Cabrios die trockene Moorvegetation in Brand, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Fahrer, ein 66 Jahre alter Mann, verständigte die Polizei, als er bemerkte, dass sein Auto Feuer gefangen hatte.

Die Folge war ein stundenlanger Großeinsatz von benachbarten 13 Ortsfeuerwehren aus den Kreisen Diepholz und Vechta. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt, erklärte ein Sprecher der Kreisfeuerwehr Diepholz. Die größte Herausforderung bestand darin, ausreichend Löschwasser in das Brandgebiet zu bringen. Am Ende der mit Feuerwehrfahrzeugen befahrbaren Strecke wurde ein 5000 Liter großer Pufferspeicher aufgebaut, von dem aus eine ein Kilometer lange Schlauchleitung zum Einsatzort gelegt wurde. Erst gegen 21.30 Uhr habe der Feuerwehreinsatz zurückgefahren werden können, sagte der Feuerwehrsprecher. Über Nacht wurde eine Brandwache eingerichtet. Auch am Donnerstag waren noch etwa 30 Feuerwehrkräfte an der Brandstelle im Einsatz.

Das Ehepaar aus Sulingen blieb bei dem Brand unverletzt. Das Auto brannte völlig aus. Gegen den 66 Jahre alten Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Brandstiftung. Wegen der hohen Brandgefahr im Sommer warnt die Feuerwehr regelmäßig davor, Autos abseits von gepflasterten oder geteerten Wegen abzustellen.