Havarie vor Cuxhaven

Berühmte Segelyacht mit sieben Menschen an Bord gesunken

Seenotretter informierten umliegende Schiffe.

Seenotretter informierten umliegende Schiffe.

Foto: dpa

Die legendäre Yacht mit Hamburger Hintergrund ging in der Nacht vor Cuxhaven unter. Aufwändige Rettungsaktion auf der Nordsee.

Cuxhaven. Rettungsdrama in der Nacht auf der Nordsee vor Cuxhaven: Sieben Segler sind nach der Havarie ihrer Segelyacht in der Nacht zu Mittwoch von Seenotrettern aus dem Wasser gezogen worden. Ob die unter polnischer Flagge fahrende Segelyacht mit einer Fahrwassertonne kollidierte, wie zunächst von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vermutet, wurde bislang noch nicht bestätigt. Die 15 Meter lange und fünf Meter breite Segelyacht "Sharki" befand sich auf dem Weg vom Nord-Ostsee-Kanal nach Helgoland.

Segelyacht mit sieben Menschen an Bord gesunken

Der MAYDAY-Ruf von einer der Seglerinnen wurde gegen 23 Uhr von der Seenotleitstelle (Maritime Rescue Coordination Centre Bremen) entgegengenommen und die anschließenden Rettungsmaßnahmen von dort aus koordiniert. Die angegebene Position befand sich mehrere Seemeilen vor Cuxhaven.

Seenotretter informierten Schiffe nahe der Unglücksstelle

Die Seenotretter informierten umliegende Schiffe und erhielten Rückmeldung von einem belgischen Frachter mit Sichtkontakt zu der Segelyacht. Der Frachter blieb bis zum Eintreffen der Retter in der Nähe.

Die sieben unverletzten Havaristen hatten sich zuvor auf einer mitgeführten Rettungsinsel in Sicherheit gebracht. Sie wurden zunächst an das Rettungsboot "Mathias" und im weiteren Verlauf der Rettungsaktion an den Seenotkreuzer "Anneliese Kramer" übergeben.

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Die Suche nach der gesunkenen Segelyacht wird durch das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Wasser- und Schifffahrtsamts durchgeführt. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an. Die Ermittler der Wasserschutzpolizei prüfen dabei, ob der 54-jährige polnische Schiffsführer der Segelyacht zuvor mit der Fahrwassertonne kollidierte und ob das Boot aufgrund der daraus verursachten Leckage gesunken ist.

Gesunkene Segelyacht ist die frühere "Rubin"

Bei der gesunkenen Segelyacht mit dem Heimathafen Stettin (Polen) handelt sich um die frühere "Rubin", die Yacht des 2014 gestorbenen Hans-Otto Schümann, Hochsee-Segler aus Hamburg und langjähriger Präsident des Deutschen Segler-Verbandes. Er gewann 1973 mit der "Rubin" den "Admiral's Cup" – ein bis 2003 ausgetragener Segel-Wettbewerb für Hochseeyachten.