Technik

Drohne hilft bei der Suche nach vermissten Demenz-Patienten

Eine Drohne half bei der Suche nach einem Dementen in Celle.

Eine Drohne half bei der Suche nach einem Dementen in Celle.

Foto: Polizei Celle

In Celle war die Copter-Gruppe des DRK erfolgreich im Einsatz. Die Drohnen-Piloten sind auf Vermisste und Rehkitze spezialisiert.

Celle/Hamburg. Sie nennen sich die "Copter-Gruppe" – und ihre Einsätze gelten in diesen Tagen entweder dementen Senioren oder Rehkitzen. Die Spezialisten mit dem futuristischen Namen arbeiten für das Deutsche Rote Kreuz in Celle und bedienen eine Drohne, die sie zu meist sensiblen Einsätzen aufsteigen lassen. Am Dienstag war es wieder so weit.

Aus einem Pflegeheim in Wietze (zwischen Celle und der Autobahn A7) kam am Nachmittag der Anruf: Ein an Demenz erkrankter Mann (60) war nach dem Besuch im Dialysezentrum Celle verschwunden. Für den Vermissten bestand nach Polizeiangaben Lebensgefahr. Der Hubschrauber stieg auf – und eben auch die DRK-Drohne. Der Mann konnte am Abend gefunden werden. Er wurde zurück ins Heim gebracht.

Demente haben häufig einen Drang zum Weglaufen. Sind sie so "jung" wie der in Celle Vermisste, schaffen sie zumeist größere Distanzen. Die Copter-Gruppe des DRK ist darauf schon spezialisiert. Außerdem sind ihre Mitglieder geübt darin, Rehkitze aufzuspüren. Die Tiere verstecken sich häufig im hohen Gras und werden bisweilen Opfer von landwirtschaftlichen Maschinen, wie Tierschützer berichten.

( HA/ryb )