Stadtentwicklung

Lüneburger gestalten den Eingang zur City neu

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Die Innenstadt soll an der Bardowicker Straße zum Boulevard mit breiten Gehwegen und fahrradfreundlichem Pflaster gestaltet werden.

Die Innenstadt soll an der Bardowicker Straße zum Boulevard mit breiten Gehwegen und fahrradfreundlichem Pflaster gestaltet werden.

Foto: Hansestadt Lüneburg

Bardowicker Straße wird zum Boulevard mit breiten Gehwegen und fahrradfreundlichem Pflaster. Arbeiten dauern bis August.

Lüneburg.  Besucher der Lüneburger Innenstadt erreichen den Marktplatz künftig über eine neu gestaltete Straße, die einem modernen Boulevard gleichen soll. Ziel sei es, diesen Bereich der Bardowicker Straße attraktiver zu gestalten und vor allem für Fußgänger und Radfahrer die Verkehrssituation deutlich zu verbessern, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau bei der Hansestadt Lüneburg. Der Straßenabschnitt ist der letzte an den Einfallstraßen zur Innenstadt, der noch mit hohen Gehwegen und einer breiten Fahrbahn ausgestattet war.

„Die Bedürfnisse haben sich geändert“, sagt Hesebeck. Künftig haben Fußgänger deutlich mehr Platz, die Gehwege werden von etwa 2,50 Meter auf im Durchschnitt vier Meter verbreitert und werden mit sogenannten Boulevardplatten aus Beton ausgestatten. Auch die Bordsteine fallen weg, alle Verkehrsteilnehmer bewegen sich auf einer Ebene. „Das dient der Barrierefreiheit, schafft einen Boulevardcharakter und erhöht die Aufenthaltsqualität“, sagt Hesebeck. Ein Streifen aus Granitsteinen begrenzt den Fußweg jeweils zur Häuserwand und zur Straße hin.

Für Autos ist künftig deutlich weniger Platz

Die Fahrbahn wird dagegen schmaler, sie schrumpft von neun Meter Breite auf nur noch 6,35 Meter. Das sei gerade ausreichend, damit noch zwei Busse aneinander vorbei fahren könnten, sagt die Fachbereichsleiterin. In dem bereits bisher verkehrsberuhigten Bereich dürfen nur Busse, Lieferfahrzeuge und die Fahrzeuge der Marktbeschicker fahren. Mittwochs und sonnabends ist es zudem Marktbesuchern erlaubt, hier durchzufahren und ihre Autos an der Straße zu parken. Diese Regelung wird beibehalten. Die bisher 26 Fahrradständer am Straßenrand werden um weitere 15 ergänzt. Auch für Lastenräder werden spezielle Haltebügel aufgestellt.

Die Arbeiten, die bereits Anfang Februar begonnen haben, sind aufwändig. Das ursprüngliche Kopfsteinpflaster wird zunächst entfernt und dann wieder eingesetzt. „Das ist alles Handarbeit“, sagt Hesebeck. „Jeder Stein muss aufgenommen und sortiert werden. Für das neue Pflaster nehmen wir nur die großen Steine mit ebener Oberfläche. Das macht es später komfortabler für die Radfahrer.“ Zudem müssen wegen der verbreiterten Gehwege die Anschlüsse an den Entwässerungskanal in fünf Meter Tiefe neu gemacht werden.

Stadt investiert 570.000 Euro in die Umgestaltung

Die Stadt Lüneburg investiert in die Umgestaltung 570.000 Euro. Die Arbeiten zwischen Marktplatz und Lüner Straße, mit denen zehn Arbeiter von montags bis sonnabends beschäftigt sind, dauern voraussichtlich bis in den August. Der Baustellenbereich ist für Autos voll gesperrt, die Geschäfte bleiben für Fußgänger erreichbar. Für Radfahrer ist eine Umleitungsstrecke ausgeschildert.

( let )