Rockerboss

Hannovers Hells-Angels-Chef Hanebuth angeklagt

Hannovers Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth (Archivbild)

Hannovers Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth (Archivbild)

Foto: Jochen Lübke/dpa

Staatsanwaltschaft wirft Rockerboss Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Hannover. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Rockerboss Frank Hanebuth wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt. Ein Sprecher der Behörde bestätigte auf Anfrage am Freitag Berichte der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und anderer Medien.

Dabei geht es um einen Vorfall aus dem April 2018. Hanebuth und fünf andere Männer, die ebenfalls angeklagt wurden, sollen den Chef einer Autowerkstatt in Langenhagen aufgesucht haben. Dem Vernehmen nach ging es um Geld.

Dabei soll der Werkstattleiter zweimal geschlagen worden sein - allerdings nicht von Hanebuth. In seinem Haus sollen aber bei einer Razzia im November 2018 verbotene Waffen gefunden worden sein. Einen Termin für einen Prozess gibt es noch nicht.

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Hanebuth (55) war 2013 auf Mallorca festgenommen worden und hatte zwei Jahre in Spanien in Untersuchungshaft gesessen. Dort wird ihm unter anderem die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ein Prozess steht noch aus. Hanebuth bestreitet die Vorwürfe. Nach seiner Rückkehr nach Niedersachsen heiratete er im Sommer 2017, ein knappes Jahr später eröffnete er eine Bar in Hannovers Rotlichtviertel Steintor.