Walsrode.

Die Messungen von Nitrat im Grundwasser sollen nach Vorstellung der stellvertretenden Unions-Fraktionschefin im Bundestag, Gitta Connemann, bundesweit vereinheitlicht werden. Um genauere Ergebnisse zu bekommen, seien zudem mehr Messstellen notwendig als bisher, sagte Connemann am Rande einer Tagung der CDU Niedersachsen am Samstag in Walsrode. Im Vergleich etwa zu den Niederlanden seien die Messungen in Deutschland bisher zu großflächig, so dass auch solche Betriebe von schärferen Düngevorgaben betroffen wären, die die zulässigen Werte gar nicht überschreiten.

Die CDU Niedersachsen verständigte sich bei der Klausur zudem auf ein Bekenntnis zu "bäuerlichen Familienbetrieben". Darin heißt es, dass wissenschaftliche Fakten die Grundlage von Entscheidungen bilden müssten. "Das gilt gerade auch für die Düngeverordnung."

Viele Bauern protestieren seit Monaten gegen die geplante Verschärfung der Düngeregeln. Sie fürchten geringere Erträge. Die stellvertretende CDU-Bundeschefin Silvia Breher hat ihre Partei daher kürzlich ermahnt, den Bauern wieder eine Perspektive zu bieten. "Ja, wir haben Kündigungen von Landwirten und großes Unverständnis - und vor allen Dingen verlieren wir die jungen Landwirte", warnte sie.

Die EU-Kommission hatte im Sommer an die Bundesregierung appelliert, mehr gegen die Verunreinigung des Grundwassers durch zu viel Dünger zu unternehmen. Gelingt das nicht, drohen Deutschland Geldstrafen in Millionenhöhe.