Hannover

Radler fällt in Kanal – Streit um Kosten für Rettungseinsatz

Der Mann konnte sich selbst retten. Sein Rad holte die Feuerwehr aus dem Wasser. Warum der Fall heute vor Gericht verhandelt wird.

Seelze. Nach einem kuriosen Unfall in Seelze bei Hannover streitet sich ein Radfahrer mit den Behörden darum, ob er die Kosten für die Bergung seines Fahrrades aus dem Mittellandkanal zahlen muss. Heute wird über den Fall im Verwaltungsgericht in Hannover verhandelt.

Der Mann war im Sommer 2016 mit seinem Rad ins Wasser gefallen – dabei stand er nach Angaben der Polizei unter Alkoholeinfluss. Er konnte sich unverletzt ans Ufer retten. Anschließend tauchte er mehrmals nach seinem untergegangenen Rad, allerdings erfolglos.

Die Stadt will von dem Radfahrer 628 Euro

Ein Zeuge bemerkte den Unfall und alarmierte die Rettungskräfte. Die Feuerwehr holte das Fahrrad mit Tauchern aus dem Kanal. Die Stadt Seelze stellte eine Rechnung über 628 Euro für den Feuerwehreinsatz. Der Mann weigert sich aber, zu bezahlen, weil er die Rettungskräfte nicht selbst gerufen habe. Er sei ein geübter und ausgebildeter Schwimmer und hätte sein Fahrrad selbst aus dem Kanal holen können, argumentiert der Radler. Außerdem sei ihm die Rechnung erst mehr als ein Jahr nach dem Unfall zugeschickt worden.