Hude

Torpedo-Mine gesprengt: Knall war kilometerweit zu hören

Ein Absperrband der Polizei sichert eine Bombenentschärfung (Archivbild).

Ein Absperrband der Polizei sichert eine Bombenentschärfung (Archivbild).

Foto: picture alliance / Andreas Arnold

Knifflige Aufgabe für die Bombenentschärfer in Hude (Niedersachsen): Die Torpedo-Mine wurde offenbar gezielt vergraben.

Hude/Hamburg. Die Polizei sprach von einer "sehr lauten Explosion" – und tatsächlich war die kontrollierte Sprengung einer Torpedo-Mine aus dem Zweiten Weltkrieg in Hude (Landkreis Oldenburg) eine knifflige und weithin hörbare Angelegenheit, die Hunderte Menschen in der Nacht zu Freitag in Atem hielt.

Die Seemine wurde um 1.38 Uhr gesprengt, wie ein Sprecher der Polizei Delmenhorst sagte. Der Knall der Explosion sei mehrere Kilometer weit zu hören gewesen. Kurz danach konnten die Bewohner zurück in ihre Häuser.

Torpedo-Mine von deutschen Soldaten vergraben?

Die Sprengung hatte sich am Abend zunächst verzögert, da die Evakuierung länger dauerte als zunächst geplant. Zudem mussten Rinder in Sicherheit gebracht werden, die sich zu nah am Ort der Sprengung befanden. Gegen Mitternacht wurde die Mine zur kontrollierten Sprengung in eine Kiesgrube gebracht.

Spezialisten hatten am Donnerstag die Entschärfung vorbereitet. Die Umgebung wurde in einem Radius von 1500 Metern rund um die Kiesgrube evakuiert. Die Seemine war am Vormittag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Es handelte sich dabei um eine etwa drei Meter lange Torpedomine, die vermutlich im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten auf dem Rückzug vergraben wurde, wie die Polizei mutmaßte. Sie sollte dazu dienen, Straßen zu sprengen, wenn die Alliierten einrücken.