Niedersachsen

Hitzewelle: Wetterdienst warnt vor Waldbränden

Aufgrund der erwarteten Hitze gilt in Niedersachsen erhöhte Waldbrandgefahr (Symbolbild).

Aufgrund der erwarteten Hitze gilt in Niedersachsen erhöhte Waldbrandgefahr (Symbolbild).

Foto: dpa

Bis zu 37 Grad in Niedersachsen erwartet. "Es sollten keine Zigaretten aus dem Fenster geschmissen werden", warnt Meteorologin.

Braunschweig. Mit der Hitzewelle steigt die Waldbrandgefahr in Niedersachsen. Besonders betroffen sei am Dienstag der Osten Niedersachsens, am Mittwoch seien es die Regionen Uelzen, Faßberg, Bergen und Nienburg, sagte die Meteorologin Corina Schube vom Deutschen Wetterdienst am Montag. Von Donnerstag an sinke die Waldbrandgefahr wieder; es sei jedoch nicht ungefährlich. Am Mittwoch werden in Niedersachsen Temperaturen bis 37 Grad erwartet.

"Es sollten keine Zigaretten aus dem Fenster geschmissen werden", sagte Schube in Braunschweig. Auch sollten Autos mit heißen Katalysatoren nicht auf Wiesen abgestellt werden, da diese bereits trocken seien. Bei Bränden sei es wichtig, sofort die Feuerwehr zu rufen. Wanderer sollten die Vorschriften der Forstbehörden befolgen und genügend Getränke mitnehmen.

Notaufnahmen erwarten Patienten mit hitzebedingten Problemen

Die Hitze bringt besonders für Babys, chronisch Kranke sowie Senioren gesundheitliche Risiken mit sich. Warnzeichen des Körpers wie Kreislaufbeschwerden, Bauchkrämpfe oder Schwächegefühl müssten ernstgenommen werden, teilte das niedersächsische Landesgesundheitsamt mit. Es hat Informationsblätter mit Tipps für den Umgang mit Kindern sowie Broschüren für Hausärzte und für Pflegende erstellt. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser erwarten in dieser Woche Patienten mit hitzebedingten Beschwerden.

"An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf mitunter erheblich. Das körpereigene Kühlungssystem stößt dann schnell an seine Grenzen, und es kann zu einer Dehydrierung kommen", sagte Ulrike Cretan, Chefärztin der Rettungsstelle und interdisziplinären Intensivstation der Asklepios Harzkliniken, am Montag in Goslar. Im Sommer 2018 starben allein in Berlin etwa 490 Menschen aufgrund der Hitzeeinwirkung, wie aus einer vor kurzem veröffentlichten Untersuchung des Robert Koch-Instituts hervorgeht.