Polizei

Mann wollte Radfahrer töten – mit unfassbarem Motiv

Ein Fahrrad liegt nach einem schweren Unfall am Straßenrand (Symbolbild).

Ein Fahrrad liegt nach einem schweren Unfall am Straßenrand (Symbolbild).

Foto: Martin Gerten / dpa

Auf den ersten Blick sah es wie ein tragischer Unfall aus – doch nun wird einem 62-Jährigen versuchter Mord vorgeworfen.

Delmenhorst/Hamburg. In Dötlingen bei Wildeshausen an der Autobahn A1 (nahe Delmenhorst) kam es am Dienstag zu einem unglaublichen Vorfall: Ein Autofahrer aus Mönchengladbach soll einen Radfahrer absichtlich umgefahren haben, um eine Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt zu bewirken. Er habe der Polizei gegenüber angegeben, ohne festen Wohnsitz und perspektivlos zu sein. Am Mittwoch teilten die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Delmenhorst mit, dass dem Autofahrer aus Mönchengladbach aufgrund der vor Ort aufgefundenen Spuren versuchter Mord vorgeworfen werde.

Die Tat ereignete sich am Dienstag gegen 13.15 Uhr in Dötlingen, einer Gemeinde zwischen Bremen und Cloppenburg. Der 62-Jährige fuhr auf der Kirchhatter Straße Richtung Hatten. Vor der Straße 'Zu Brockshus' fuhr er nach links über den Gegenfahrstreifen und erfasste mit seinem Pkw einen 48 Jahre alten Radfahrer aus Kirchhatten, der den Radweg ebenfalls in Richtung Hatten befuhr.

Radfahrer kam mit Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

Der Radfahrer wurde auf einen Grünstreifen geschleudert. Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Für den schwer verletzten Radfahrer wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der den Mann ins Krankenhaus flog. Laut Polizei sei er nicht lebensgefährlich verletzt worden.