Niedersachsen

Sieben Stunden Blackout: Verdacht auf K.-o.-Tropfen

Ein Mann füllt in der gestellten Szene “K.O. Tropfen“ in eine Bierflasche.

Ein Mann füllt in der gestellten Szene “K.O. Tropfen“ in eine Bierflasche.

Foto: Nicolas Armer / dpa

Zwei Frauen vermuten, dass ihnen beim Disco-Besuch in Lüneburg etwas in die Getränke geschüttet wurde.

Lüneburg. Nach dem Besuch einer Disco in Lüneburg haben sich zwei 21 Jahre alte Frauen an die Polizei in der Hansestadt gewandt. Die jungen Frauen vermuteten, dass Unbekannte ihnen sogenannte K.-o.-Tropfen in die Getränke gemischt hätten. Trotz offenbar geringer Alkoholisierung hätten beide laut ihren Schilderungen keine Erinnerung mehr an den Zeitraum von 0.30 bis 8 Uhr am Sonntagmorgen. Der Vorfall ereignete sich demnach in einer Disco in der Straße Am Graalwall.

Die Lüneburger Polizei nimmt den Fall zum Anlass, Feiernde zu warnen: Immer häufiger würden Fälle bekannt, in denen Fremden Tropfen ins Glas gemischt worden sind. Oft nutzten Sexualstraftäter die auftretende Schwäche ihrer Opfer aus, um sie zu vergewaltigen und auszurauben. Die Polizei rät, bei Discobesuchen Getränke immer selbst zu bestellen und entgegenzunehmen. Getränke sollten nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen werden. Bei Übelkeit sollten Freunde und Personal verständigt werden. Besteht ein Verdacht, K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen zu haben, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.