Niedersachsen

Schwerer Kindesmissbrauch – Polizei nimmt 43-Jährigen fest

In Cloppenburg wurde ein mutmaßlicher Kindesmissbrauch aufgedeckt. (Symboldbild) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Cloppenburg wurde ein mutmaßlicher Kindesmissbrauch aufgedeckt. (Symboldbild) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Patrick Pleul / dpa

Ermittler werfen dem Mann aus Cloppenburg schweren sexuellen Missbrauch vor. Im Darknet kamen sie auf seine Spur.

Cloppenburg.  Ermittlern ist ein Schlag gegen einen mutmaßlichen Kinderschänder gelungen. Im niedersächsischen Cloppenburg haben Polizisten einen 43-Jährigen festgenommen, dem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und die Verbreitung von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen wird.

„Der Identifizierung des Tatverdächtigen gingen Ermittlungen im sogenannten Darknet voraus“, teilten die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main und die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta am Montag mit.

15 Fälle werden dem Täter vorgeworfen

Der Beschuldigte stammt demnach aus dem Landkreis Cloppenburg. Dem Mann wird vorgeworfen, im Jahr 2014 ein neun bis zehn Jahre altes Kind in mindestens 15 Fällen teilweise schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Taten soll er fotografiert sowie gefilmt und die Aufnahmen auf kinderpornografischen Plattformen im Darknet eingestellt haben.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung schon am vergangenen Donnerstag konnten den Angaben zufolge Beweismittel wie Computer und Datenträger sichergestellt werden. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und dem Haftrichter am Amtsgericht Cloppenburg vorgeführt, der ihm den Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen verkündete. Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das Ermittlungsverfahren lief bereits seit Mai.

Stelle für Internetkriminalität ermittelte

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität ist eine Außenstelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit Sitz in Gießen. Sie ist Ansprechpartner des Bundeskriminalamtes für Internetstraftaten bei noch ungeklärter örtlicher Zuständigkeit. Das Ermittlungsverfahren gegen den Tatverdächtigen wird seit Mai 2018 geführt.