Mobiltelefone

Stille auf dem Land: Bürger sollen Funklöcher melden

Vorbote ungewollter Enthaltsamkeit: Die Aufschrift „Kein Netz“ auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons

Vorbote ungewollter Enthaltsamkeit: Die Aufschrift „Kein Netz“ auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons

Foto: Inga Kjer / dpa

Wegen der vielen stummen Telefone nimmt Hannovers Wirtschaftsministerium Meldungen über Funklöcher jetzt bis Ende Mai entgegen.

Hannover.  Aufgrund der großen Resonanz verlängert das Wirtschaftsministerium die Frist für die Meldung von Funklöchern auf seinem Internet-Portal bis Ende Mai. Ursprünglich sollte die Aktion in dieser Woche enden. Seit dem Start Ende April seien 6.000 Meldungen über Probleme mit der Mobilfunkversorgung eingegangen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Meldungen über Lücken im Netz beträfen alle Mobilfunkanbieter und stammten bislang vor allem von Bürgern aus ländlichen Regionen.

„Immer noch kann im ländlichen Raum und auf vielen Straßen und Bahnstrecken nicht telefoniert werden. Gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen ist dies eine große Herausforderung“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Man arbeite intensiv an dem Thema und gehe auf die Mobilfunkanbieter zu, um möglichst schnell eine Lösung zu finden.

Land will mit Telefonanbietern verhandeln

Das Wirtschaftsministerium hatte das neue Portal auf seiner Website eingerichtet, um sich ein eigenes Bild über die Probleme bei der Mobilfunkversorgung zu machen. Die Landesregierung will die Ergebnisse dann auswerten und sie als Basis für weitere Verhandlungen mit den Telekommunikationsunternehmen nutzen.