Delmenhorst

Weltkriegsbombe gefunden – Evakuierung und Bergung läuft an

Eine entschärfte US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird abtransportiert (Symbolbild).

Eine entschärfte US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird abtransportiert (Symbolbild).

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Etwa 5.000 Menschen haben heute ihre Wohnungen verlassen. Schulen, Kita und Seniorenheim betroffen.

Delmenhorst.  Nach dem Fund einer mutmaßlichen Fliegerbombe in Delmenhorst ist am Freitagmorgen die Evakuierung angelaufen. Etwa 5.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Bislang laufe die Evakuierung ohne Probleme, sagte eine Sprecherin der Stadt. In dem betroffenen Gebiet im Südosten der Stadt befinden sich unter anderem zwei Schulen, zwei Kindertagesstätten und ein Seniorenwohnheim. In Bremen sind alle Starts und Landungen am Flughafen im Zuge der Bombenentschärfung in Delmenhorst am Freitagmittag für rund zwei Stunden gestrichen worden.

Wie ein Flughafensprecher mitteilte, sind zwei Flüge von München nach Bremen und zurück ausgefallen. Der Flugraum über Delmenhorst sei während der Bombenentschärfung gesperrt, sagte eine Polizeisprecherin. Andere betroffene Flüge wurden unter anderem über den Flughafen Hannover umgeleitet und sollen nach dem Ende der Sperrung nach Bremen fortgesetzt werden.

Der Kampfmittelräumdienst soll den mutmaßlichen Delmenhorster Blindgänger vor Ort unschädlich machen. Unmittelbare Gefahr für die Bewohner bestehe nicht. In dem Gebiet muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Über den Fund des Blindgängers hat die Stadt am Mittwoch informiert. Experten schätzen, dass es sich um eine Zehn-Zentner-Bombe handelt.