Niedersachsen

Mutmaßliche RAF-Terroristen begingen mehr Überfälle

Die Kombo aus zwei stark bearbeiteten Handout-Fotos der Staatsanwaltschaft Verden soll möglicherweise zwei ehemalige Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF), Burkhard Garweg (l) und Ernst-Volker-Staub zeigen

Die Kombo aus zwei stark bearbeiteten Handout-Fotos der Staatsanwaltschaft Verden soll möglicherweise zwei ehemalige Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF), Burkhard Garweg (l) und Ernst-Volker-Staub zeigen

Foto: Staatsanwaltschaft Verden / dpa

Die mutmaßlichen RAF-Terroristen haben mindestens ein halbes Dutzend Taten begangen und dabei einen sechsstelligen Eurobetrag erbeutet.

Hannover.  Die mit Haftbefehl gesuchten mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette haben in Niedersachsen womöglich mehr Raubüberfälle verübt als bisher bekannt. Das berichtete „Zeit online“. Nach aktuellen Informationen hat das Trio mindestens ein halbes Dutzend Taten begangen und dabei insgesamt einen sechsstelligen Eurobetrag erbeutet. Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden sagte: „Wir prüfen, ob zwischen mehreren Raubüberfällen ein Zusammenhang besteht.“

Laut „Zeit online“ soll ein bisher nicht bekannter Tatort Stade sein. Dort sollen Staub und Garweg Ende 2012 einen Supermarkt überfallen und dabei mehrere Tausend Euro erbeutet haben. Das Trio stehe zudem im Verdacht, im Oktober 2015 bei einem Überfall in Northeim eine größere Geldsumme erbeutet zu haben, hieß es aus Ermittlerkreisen. Bisher wurden den Terroristen nur zwei gescheiterte Überfälle auf Geldtransporter im Juni 2015 in Stuhr bei Bremen und im Dezember in Wolfsburg zugeordnet. Außerdem besteht der Verdacht, dass sie für einen ebenfalls gescheiterten Überfall im Mai in Hildesheim verantwortlich sind.

Laut „Zeit online“ hat sich das Trio mit dem öffentlichen Nahverkehr durch Niedersachsen bewegt und an verschiedenen Orten Fluchtfahrzeuge erworben. Um auf die Spur der Verdächtigen zu kommen, haben Fahnder des Landeskriminalamtes mehrere Tausend Autohändler befragt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich das Trio bisweilen auch in den Niederlanden aufhält. Im holländischen Fernsehen wurde am Dienstag ein Fahndungsaufruf ausgestrahlt.