Niedersachsen

Mann bezichtigt Geliebte des Mordes an Ehefrau

Der Angeklagte Uwe K. sitzt in einem Gerichtssaal des Landgerichts Bückeburg. Links steht sein Verteidiger Dirk Baumann und rechts sein zweiter Verteidiger Christoph Hessel

Der Angeklagte Uwe K. sitzt in einem Gerichtssaal des Landgerichts Bückeburg. Links steht sein Verteidiger Dirk Baumann und rechts sein zweiter Verteidiger Christoph Hessel

Foto: Holger Hollemann / dpa

Der 42-Jährigen wurde der Schädel eingeschlagen, anschließend wurde sie mit einer Tüte erstickt. Der Prozessauftakt.

Bückeburg.  Ein wegen des Mordes an seiner Ehefrau angeklagter Handwerksmeister hat seine Geliebte der Tat bezichtigt. Zum Auftakt des Indizienprozesses am Landgericht Bückeburg ließ der 45-Jährige am Montag von seinem Verteidiger erklären, er habe den ihm zur Last gelegten Mord nicht begangen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Mann seine 42 Jahre alte Ehefrau im vergangenen Mai in Lauenau (Landkreis Schaumburg) erschlagen, um mit der Geliebten ein neues Leben zu beginnen. Mit einer Zaunlatte soll er seiner Frau zur Mittagszeit im Hausflur den Schädel zertrümmert und sie anschließend mit einer Mülltüte über dem Kopf erstickt haben.

Mord kurz vorm Geburtstag der Tochter

Der Angeklagte schilderte, dass er in der Ehe immer wieder Liebschaften gehabt und auch Bordelle besucht habe. Mit seiner Geliebten, die er in einem Massagesalon kennenlernte, habe sich eine Dreier-Beziehung eingestellt, gegen die seine Frau nicht protestiert habe. Schließlich habe er der Geliebten Aushilfstätigkeiten in seiner Firma gegeben und sie auch zu Kundenbesuchen und Messen mitgenommen.

Zu der Tat kam es einen Tag vor dem achten Geburtstag der Tochter des Ehepaars, die der Mann nach Überzeugung der Ermittler unmittelbar nach dem Geschehen von der Schule abgeholt und zum Eissalon mitgenommen hat. Am kommenden Prozesstag soll die Geliebte als Zeugin befragt werden.