Hannover

Kinderporno-Verdacht gegen Bundespolizisten

Auf einer Bundespolizei-Inspektion sind  möglicherweise Flüchtlinge in Polizeigewahrsam misshandelt worden

Auf einer Bundespolizei-Inspektion sind möglicherweise Flüchtlinge in Polizeigewahrsam misshandelt worden

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance / dpa

Gegen den Polizisten wird bereits ermittelt. Er soll Migranten gequält haben. Nun fanden Ermittler offenbar anderes verdächtiges Material.

Hannover. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat offenbar ihre Ermittlungen gegen den Bundespolizisten ausgeweitet, der auf einer Wache am Hauptbahnhof Migranten gequält haben soll. Neben den Vorwürfen der Körperverletzung im Amt und des unerlaubten Waffenbesitzes ermittele die Staatsanwaltschaft nun auch wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie, meldet das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Demnach entdeckte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung einen Datenträger mit verdächtigem Material. „Wir prüfen, ob es eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden kann“, zitierte der „Spiegel“ Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Der Polizist will sich laut dem Magazin nicht zu den Vorwürfen äußern.

Anfang Mai hatten Kollegen Anzeige gegen den Bundespolizisten erstattet, weil er Migranten im Polizeigewahrsam misshandelt haben soll. Via Kurzmitteilungsdienst WhatsApp soll er mit seinen Taten geprahlt haben. Nicht alle Vorwürfe haben sich bisher bestätigt.