Norddeutschland

Ver.di plant diese Woche erneut Warnstreiks

An einer städtischen Kindertagesstätte hängt ein Plakat, auf dem steht " Heute Warn-Streik! ". Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW fordern eine bessere Eingruppierung - und damit Bezahlung - von Kinderpflegern, Erziehern und Sozialarbeitern in kommunalen Einrichtungen.

An einer städtischen Kindertagesstätte hängt ein Plakat, auf dem steht " Heute Warn-Streik! ". Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW fordern eine bessere Eingruppierung - und damit Bezahlung - von Kinderpflegern, Erziehern und Sozialarbeitern in kommunalen Einrichtungen.

Foto: Uli Deck / dpa

Im gesamten Norden soll es an kommunalen Kitas erneut zu Arbeitsniederlegungen kommen. Tausende Erzieher sollen sich daran beteiligen.

Hannover/Düsseldorf.  Tausende Erzieher an kommunalen Kitas treten diese Woche erneut in den Warnstreik. Laut Ver.di sind Arbeitsniederlegungen unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Bremen sowie Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt geplant. Eltern, deren Kinder von Kita-Schließungen betroffen sind, würden frühzeitig informiert, hieß es.

Am Donnerstag findet in Hannover die vierte Tarifrunde mit den kommunalen Arbeitgebern statt. Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, was diesen Gehaltssteigerungen von durchschnittlich zehn Prozent bringen würde.

Die Gewerkschaft will Beschäftigte mit Bussen nach Hannover fahren, um dort zu demonstrieren. Erwartet werden mehrere tausend Beschäftigte unter anderem aus Kitas, der Jugendhilfe und dem allgemeinen Sozialdienst. Für den Fall, dass auch die vierte Verhandlungsrunde ergebnislos bleibt, drohte Ver.di mit Urabstimmung und unbefristetem Streik. Seit Ostern kam es bundesweit wiederholt zu Warnstreiks von Kita-Erzieherinnen.

Ver.di NRW plant für diesen Mittwoch in Dortmund eine zentrale Kundgebung auf dem Friedensplatz (11 Uhr). Dazu wurde auch Gewerkschaftschef Frank Bsirske erwartet.

(dpa)