Osnabrück

Prozess um "Döner-Killer"-Lied geht weiter

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Der Prozess um Lieder des rechtsradikalen Sängers Daniel Giese wird in Osnabrück verhandelt. Er soll sich mit NSU solidarisiert haben.

Osnabrück/Meppen. Der Prozess um Lieder des rechtsradikalen Sängers der Band Gigi und die braunen Stadtmusikanten, Daniel Giese, geht weiter. Die Verteidigerin und die Staatsanwaltschaft hätten Rechtsmittel eingelegt, sagte der Direktor des Amtsgerichts Meppen, Hermann Schütte, am Dienstag, zu einer Meldung der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Fall komme nun zum Landgericht Osnabrück.

Das Meppener Amtsgericht hatte Giese im Oktober wegen Volksverhetzung und der Billigung von Straftaten zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt.

Nach Auffassung des Gerichts hatte sich Giese in dem Lied "Döner Killer" mit den Tätern der rechtsradikalen NSU-Terrorzelle solidarisiert und die Opfer verunglimpft. In zwei weiteren Songs der CD "Adolf Hitler lebt" habe der 42-Jährige den Holocaust verharmlost und in Deutschland lebende Ausländer verhöhnt. Die im Jahr 2010 veröffentlichte CD war als jugendgefährdent indiziert worden.

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