Hannover

Varieté „GOP” wird 20 und plant weitere Spielstätte

Das Varieté „GOP” feiert diesen Herbst seinen 20. Geburtstag. Neben den fünf Spielstätten ist ein weiteres Haus in Bremen geplant.

Hannover. Josephine Baker, Heinz Erhardt, Zarah Leander: Die Liste der Größen aus dem Showgeschäft, die in den 50er und 60er Jahren im Georgspalast in Hannover auftraten, ist lang. Die schillernden Jahre des Varietés waren 1962 jedoch mit dem immer populärer werdenden Fernsehen vorerst zu Ende: Weil die TV-Shows den Künstlern bessere Gagen bezahlten und die Besucher wegblieben, musste das erfolgreichste Nachkriegsvarieté schließen. In diesem Herbst feiert das GOP Varieté sein 20-jähriges Bestehen seit seiner Wiedereröffnung.

„Das Geschäft hat sich positiv entwickelt“, sagte Dennis Meyer, Direktor des „GOP“ Hannover. Inzwischen gibt es fünf „GOP“ Varietés in Münster, Hannover, München, Bad Oeynhausen und Essen. Für September 2013 ist die Eröffnung eines sechsten Hauses in Bremen geplant.

Das GOP verbindet in seinen Programmen Artistik, Jonglage und Comedy zu Musik von Chansons über Jazz und Pop bis HipHop. „Unser Alleinstellungsmerkmal sind unsere eigenen Produktionen“, sagt Meyer. Im vergangenen Jahr habe das GOP allein 42 Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr noch könnten sich die Zuschauer auf die Show „Dummy“ freuen. Sie wird aufgrund ihrer aufwendigen Licht- und Bühneneffekte als Varieté 2.0 beworben.

Insgesamt gibt es in Deutschland mittlerweile wieder etwa 15 Varietés. Der „Wintergarten“ in Berlin, das „Apollo“ in Düsseldorf und das „Hansa Theater“ in Hamburg gehören zu den bekanntesten. Das GOP im Georgspalast Hannover ist deutschlandweit das einzige Varieté am Originalschauplatz.